Donnerstag, 10. März 2005

EU-Verhandlungen Kroatiens wackeln: Mehrere Länder gegen Start der Gespräche

  • Grund: General Gotovina noch immer nicht ausgeliefert
  • Österreich will Beitrittsverhandlungen am 17.3. starten

Die EU-Botschafter haben am Donnerstag ihre Beratungen über eine mögliche Verschiebung der Beitrittsverhandlungen mit Kroatien ohne Konsens beendet. Gegen eine Aufnahme der Verhandlungen sprachen sich Großbritannien, die Niederlande, Dänemark, Schweden, Finnland und Deutschland aus, hieß es am Donnerstag in Ratskreisen in Brüssel. Grund dafür ist die Tatsache, dass der flüchtige kroatische General Ante Gotovina bisher noch nicht an das UNO-Kriegsverbrechertribunal ausgeliefert wurde.

Demgegenüber wollten Österreich, Ungarn, die Slowakei und Slowenien die Beitrittsgespräche mit Zagreb planmäßig am 17. März aufnehmen. Die EU-Botschafter vereinbarten den Angaben zufolge, am Dienstag, einen Tag vor dem nächsten Treffen der EU-Außenminister in Brüssel, ihre Beratungen über Kroatien fortzusetzen. Über den Start von Beitrittsverhandlungen müssen die Außenminister einstimmig entscheiden.

(apa/red)

10.3.2005 20:11