Wieder verheerender Anschlag im Irak:
47 Tote bei Selbstmordattentat in Mosul!
- Explosion bei schiitischer Begräbnisprozession
- Attentäter sprengte sich in Moschee in die Luft
·Extremisten töten Bagdader Polizeichef
Irak: Auch Journalist von Aufständischen ermordet
Bei einem Selbstmordanschlag in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mosul (Mossul) sind am Donnerstag mindestens 47 Menschen getötet worden. Wie der Krankenhausarzt Saher Maher mitteilte, wurden 90 Menschen verletzt. Ein amerikanisches Militärkrankenhaus habe zehn "sehr kritische Fälle" aufgenommen.
Der Attentäter zündete die Bombe während einer schiitischen Trauerzeremonie, wie Augenzeugen berichteten. "Wir sahen einen Feuerball und hörten eine riesige Explosion", sagte der 45-jährige Tahir Abdullah Sultan. US-Soldaten riegelten das Gebiet um die Moschee im Stadtteil Tamim ab.
Zuvor wurden bei Mordanschlägen auf ranghohe irakische Polizisten in Bagdad vier Menschen getötet. Nach Polizeiangaben eröffneten Unbekannte im Stadtzentrum aus zwei Autos heraus das Feuer auf den Wagen von Oberst Ahmed Abeis. Abeis, Chef einer Polizeiwache im Westen Bagdads, sowie sein Fahrer und ein Leibwächter kamen ums Leben. Im Südosten von Bagdad erschossen Unbekannte einen weiteren Polizeichef, Oberst Ajad Abdul-Rasak.
Irakische Sicherheitskräfte sind häufig Zielscheibe von Anschlägen. Im Internet wurde eine Erklärung veröffentlicht, die angeblich von einer irakischen Zelle des Terrornetzwerks Al Kaida stammt. Sie bezog sich offenbar auf den Mord an Abeis. Die Zelle bezeichnete sich als Urheber eines in dem betreffenden Stadtteil verübten Anschlags auf "einen Geheimdienstler, der gegen die Mudschahedin ermittelt und ihnen geschadet hat". Die Erklärung konnte zunächst nicht verifiziert werden.
(apa/red)
