Mittwoch, 9. März 2005

142 Jahre Haft für spanischen Mörder: Erschoss in Madrid '03 6 Personen grundlos

  • Kein erkennbares Motiv, tötete aus reiner Mordlust
  • Als 'Kartenmörder' bezeichnet, da er Spielkarten hinterließ

Der so genannte "Kartenmörder" von Madrid, der die spanische Hauptstadt vor zwei Jahren in Atem gehalten hatte, ist zu 142 Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es nach dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil als erwiesen an, dass der 28-jährige Alfredo Galan von Anfang bis Mitte 2003 sechs Menschen ermordet und drei weitere Mordversuche begangen hat.

Der frühere Obergefreite der Armee lauerte seinen Opfern in der Dunkelheit auf und schoss ihnen ohne erkennbares Motiv in den Kopf. Neben die Leichen legte er Spielkarten, was ihm die Bezeichnung "Kartenmörder" einbrachte. Der mysteriöse Todesschütze gab nie Hinweise auf ein Motiv für seine Taten. Prozessgutachter sagten aus, Galan habe aus reiner Mordlust gehandelt. Von der Strafe muss er mindestens 25 Jahre verbüßen. (apa)

9.3.2005 11:36