Mittwoch, 9. März 2005

Mount St. Helens spuckt & raucht wieder: US-Vulkan mit 12 km hoher Rauchsäule

  • Gesamte Region wurde für den Flugverkehr gesperrt

Der Vulkan Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington hat am Dienstagabend (Ortszeit) wieder Asche und Dampf ausgestoßen. Wegen der über 11.000 Meter hohen Rauchsäule und teilweise dichten Aschewolken über dem nordwestlichen US-Bundesstaat musste der Flugverkehr nach Angaben des Senders CNN teilweise umgeleitet werden.

Der jüngsten Vulkanaktivität war ein kleines Erdbeben der Stärke 2 auf der Richterskala vorausgegangen. Im vergangenen Herbst war der Mount St. Helens nach einer längeren Ruhephase wieder zum Leben erwacht. Magma, flüssiges Gestein im Innern des Vulkans, hatte in dem Krater einen neuen Lavadom gebildet.

Der letzte verheerende Ausbruch ereignete sich im Mai 1980, als der Vulkan nach einem stärkeren Erdbeben aus seiner Ruhe gerissen wurde. 57 Menschen kamen damals ums Leben, etwa 200 Häuser wurden zerstört. Der Mount St. Helens verlor seine Bergspitze und "schrumpfte" damals um 400 Meter auf eine Höhe von 2.549 Meter.

Geologen berichteten laut CNN, dass sie fünf der sieben Monitorstationen in dem Kessel des Vulkans wegen der jüngsten Aktivitäten verloren hätten. Am Dienstagabend hatten sich Medienberichten zufolge in der Umgebung des Vulkans rund 160 Kilometer südlich von Seattle zahlreiche Schaulustige eingefunden, um das Naturschauspiel zu verfolgen.
(apa)

9.3.2005 14:05