Montag, 7. März 2005

Angst in Holland: Steinewerfer machen niederländische Autobahnen unsicher

  • Beinahe-Katastrophe mit Tankwagen in Wohngebiet
  • Bereits eine Frau kam nach Steinwurf ums Leben

Jugendliche Steinewerfer verbreiten Angst und Schrecken auf niederländischen Autobahnen. Am späten Sonntagabend warfen drei Unbekannte von einer Brücke über die A 10 in Amsterdam einen Stein durch die Frontscheibe eines mit 40.000 Liter Benzin beladenen Tankwagens. Der Fahrer blieb unverletzt und konnte den Lastzug anhalten. Angesichts der dichten Wohn- und Geschäftsbebauung unmittelbar neben der Autobahn hätte es eine Katastrophe geben können, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Im Jänner war eine Frau auf der Autobahn in Den Haag ums Leben gekommen, nachdem Jugendliche einen Stein von einer Brücke geworfen hatten. Zwei Verdächtige sind in Polizeigewahrsam und schieben sich den Wurf gegenseitig zu. Die Polizei hofft, den Täter durch eine DNA-Analyse überführen zu können.

Seit dieser Tat häufen sich Berichte über Steine werfende Jugendliche auf Autbahnbrücken. Am Freitagabend konnte die Polizei in Südlimburg zwei Burschen im Alter von 16 und 17 Jahren festnehmen, die zuvor bei Geleen in der Nähe der deutschen Grenze mit Steinen auf Autos warfen. Sie hatten außerdem einen Balken auf die Fahrbahn gelegt. Ein Fahrzeug prallte darauf, es wurde niemand verletzt.

Viele Jugendliche warfen in den vergangenen Tagen auch eisige Schneebälle auf Autos. In Amsterdam wurde ein Fahrer niedergestochen, als er eine Gruppe junger Leute deswegen zurechtweisen wollte. In einem anderen Fall stach ein Autofahrer auf einen Schneeballwerfer ein. (apa)

7.3.2005 11:28