Vorwahltag gut angenommen: 23.902 gaben bereits letzten Freitag ihre Stimmen ab
- 3,06 Prozent der Steirer nutzten Neuerung im Wahlrecht
- Höchste Beteiligung im Bezirk Murau. Neu: Mit 16 wählen
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Auftritt bei Fürstenfelder Gemeinderat Harald Fischl
Den Vorwahltag am Freitag, 4. März zur Gemeinderatswahl haben exakt 23.902 Steirer genutzt und schon neun Tage vor dem eigentlichen Urnengang am 13. März ihre Stimme auf ihrem örtlichen Gemeindeamt abgegeben. Das entspricht einer Beteiligung von 3,06 Prozent. Der Vorwahltag wurde eingeführt, um den am eigentlichen Wahltag verhinderten Personen eine Möglichkeit zur Stimmabgabe einzuräumen.
Der vorgezogene Wahltag, der quasi als Ersatz für die verfassungsmäßig nicht mögliche Briefwahl gesehen wird, muss in jeder der 541 Gemeinden angeboten werden, und zwar in zumindest einem Wahllokal am 4. März in der Zeit von 18.00 bis 19.00 Uhr. In den meisten Fällen gibt es die "kundenfreundliche" Möglichkeit, sich die Wahlkarte unmittelbar vor der vorgezogenen Stimmabgabe im Gemeindeamt zu besorgen. Die Wahlkarte umfasst drei Rubriken, die - neben der Teilnahme am vorgezogenen Wahltag - die Stimmabgabe in einem anderen Sprengel oder, im Fall einer Erkrankung, den Besuch einer "fliegenden Wahlkommission" vorsieht.
Bei der Stimmabgabe haben im politischen Bezirk bei gesamt 52.401 Wahlberechtigten 1.539 Personen ihre Wahlkuverts abgegeben, die dann am 13. März geöffnet und ausgezählt werden. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 2,94 Prozent. Im Bezirk Deutschlandsberg gingen von 50.341 Wahlberechtigten 1.622 Personen vorgezogen zur Stimmabgabe (3,22 Prozent). In Feldbach waren es bei 54.887 exakt 1.905 Wähler (3,47 Prozent). Im Bezirk Fürstenfeld zogen es von 18.770 Berechtigten 621 vor, früher zur Urne zu gehen (3,31 Prozent). In Graz-Umgebung schritten von 109.980 Wahlberechtigten 3.633 zur Wahl (3,30 Prozent).
Im oststeirischen Hartberg geben 1.472 von 54.668 Wahlberechtigten früher ihr Votum (2,69 Prozent). 1.388 von 38.740 taten dies in Judenburg (3,58 Prozent), in Knittelfeld 635 von 23.725 (2,68 Prozent). Im südsteirischen Leibnitz gingen am Freitag 1.648 von 61.629 Berechtigten zum Gemeindeamt (2,67 Prozent). Im Bezirk Leoben machten 1.223 von 54.779 Wählern vom vorgezogenen Wahlrecht Gebrauch (2,23 Prozent), in Liezen 2.036 von 65.513 Personen (3,11 Prozent).
Im obersteirischen Mürzzuschlag zogen es 1.028 von 35.050 Wählern vor, vorgezogen abzustimmen (2,93 Prozent), am anderen Landesende in Murau 1.371 von 25.121 (5,46 Prozent), wo auch die höchste Wahlbeteiligung erzielt wurde. Radkersburg zählte 719 vorzeitige Wähler bei 19.536 Berechtigten (3,68 Prozent), Voitsberg 1.004 von 44.507 (2,26 Prozent). Im oststeirischen Bezirk Weiz nutzten 2.058 Personen von 70.238 die erstmals mögliche vorzeitige Stimmabgabe (2,93 Prozent).
Wählen ab 16
Neu ist bei den kommenden steirischen Gemeinderatswahlen das Wahlalter 16. Die Erstwähler bilden gemeinsam mit der vor allem durch die Osterweiterung stark gestiegenen Zahl der wahlberechtigten EU-Bürger das Gros des Mehrs von 41.424 an Wahlberechtigten. Eine dritte Neuerung der Gemeindewahlordnung stieß vor allem bei den oppositionellen Gruppen auf Kritik: Die für die Kandidatur erforderlichen Unterstützungserklärungen (fünf in Kleinstgemeinden, 20 in solchen mit mehr als 5.000 Einwohnern, Anm.) können nun nur am Gemeindeamt unter Vorlage eines Lichtbildausweises abgegeben werden.
(apa)
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