Sonntag, 13. März 2005

Mehrere Lawinenabgänge in Österreich: Schneemassen fordern Tote und Verletzte!

  • Saalbach: Zwei Kinder geborgen, deutscher Vater tot
  • Das Schneebrett wurde vom Opfer selbst losgetreten

In Saalbach-Hinterglemm ist ein 48-jähriger Deutscher bei einem Lawinenabgang getötet worden. Seine beiden Kinder wurden nahezu unverletzt geborgen. Die drei hatten beim Westgipfel des Schattbergs ein riesiges Schneebrett losgetreten. Ein Skifahrer starb bei einem Lawinenabgang in Sportgastein.

In Saalbach konnte sich eines der Kinder oberhalb der Abriss-Stelle halten, der Vater und ein Kind wurden mitgerissen und verschüttet. Der Bub und das Mädchen befinden sich im Spital Zell am See und werden psychologisch betreut.

In Sportgastein im Salzburger Pongau ging kurz vor 14.00 Uhr im freien Gelände eine weitere große Lawine ab. Ein Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Der Mann dürfte das riesige Schneebrett, das eine Breite von rund 200 Meter hatte, selbst losgetreten haben. Weiter Menschen befanden sich zum Glück nicht unter den Schneemassen.

Ursprünglich war vermutet worden, dass vier Tourengeher verschüttet wurden, weil vier Skispuren in den Lawinenkegel geführt haben, aber keine heraus. Die Identität des Toten ist vorerst noch nicht bekannt.

Lawinenabgang in Kärnten: Ein Todesopfer
Der Lawinenabgang nahe der Glocknerhütte am Großglockner hat ein Todesopfer gefordert. Knapp vor 17.00 Uhr wurde die Leiche eines ungarischen Tourengehers geborgen.

Eine fünfköpfige Gruppe von Alpinisten aus Ungarn hatte ein Schneebrett ausgelöst. Drei Skifahrer blieben unversehrt, die anderen beiden wurden unter den Schneemassen begraben. Einer der beiden blieb teilweise an der Oberfläche, er konnte rasch geborgen werden. Für seinen Bergkameraden kam jedoch jede Hilfe zu spät. (apa/red)

13.3.2005 18:12