Samstag, 12. März 2005

Familientragödie in Südsteiermark geklärt: Mutter von zwei Kindern beging Selbstmord

  • Suizid-Versuch des Gatten in letzter Minute verhindert

Die Familientragödie von Leutschach in der Südsteiermark vom Freitag ist weitgehend geklärt: Wie die Obduktion der 34-jährigen Frau, die erhängt aufgefunden worden war, ergab, war die Mutter zweier Kinder von eigener Hand gestorben. Ihr Lebensgefährte, der die Frau gefunden hatte, wollte sich ebenfalls das Leben nehmen, war aber rechtzeitig von Verwandten entdeckt und gerettet worden.

Zunächst hatte es Mordalarm gegeben, weil Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Obduktion schaffte Klarheit: Die 34 Jahre alte Frau hat sich selbst erhängt. Dem Selbstmordversuch des 39-jährigen Lebensgefährten dürfte ein dramatischer, aber vergeblicher Rettungsversuch vorangegangen sein: Er schnitt die leblose Frau von dem Gurt, an dem sie sich erhängt hatte, und versuchte sie wieder zu beleben. Durch seine verzweifelten Schreie war auch ein Nachbar aufmerksam geworden. Dieser stieg durch ein offenes Fenster in das abgesperrte Haus ein und fand den Mann am Dachboden des Hauses - neben ihm die Leiche der Frau.

Der Nachbar alarmierte Gendarmerie und die Rettung. In der Zwischenzeit versuchte sich der verzweifelte Lebensgefährte selbst das Leben zu nehmen: Er wurde in letzter Minute von den Brüdern der Frau, die inzwischen am Tatort eingetroffen waren, gerettet und in die Landesnervenklinik nach Graz gebracht.

Als Auslöser für die Tragödie wird laut Kriminalisten ein Streit aus eher nichtigem Anlass am Vorabend der Tat angenommen. Neben der Leiche wurde ein Abschiedsbrief gefunden, in dem es hieß, sie habe die große Liebe ihres Lebens verloren und man möge die Kinder gut versorgen. Aus der Beziehung stammen zwei Kinder, neun und 13 Jahre alt.

(apa)

12.3.2005 10:55