Freitag, 11. März 2005

Kindergeld lässt die Geburtenrate steigen:
Vor allem 'Drei-Kinder-Familie' nimmt zu

  • Studie: Seit 2002 ist Fertilitätsrate nach oben gegangen
  • Fazit: Einführung des Kindergeldes brachte Trendwende

Das 2002 eingeführte Kindergeld scheint zu greifen. Wie aus einer am Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) durchgeführten Studie hervorgeht, ist die Fertilitätsrate seit 2002 merkbar gestiegen. Besonders deutlich ist die Zunahme der dritten Geburten pro Frau, erklärte Wolfgang Lutz, Demograph an der ÖAW.

Die so genannte Totale Fertilitätsrate (TFR) gibt die Zahl der Geburten pro Frau an. Die TFR lag 1984 noch bei 1,513. Anschließend ist der Wert - abgesehen von einer kurzen Erholung Anfang der Neunziger Jahre - mehr oder weniger kontinuierlich gesunken. 2001 war die Rate 1,337.
Mit Einführung des Kindergeldes 2002 kam dann die Trendwende, wobei man allerdings abwarten müsse, ob der Effekt nachhaltig sei, betonte Lutz. Im letzten Quartal 2004 verzeichnen die Statistiken eine TFR von 1,44.
(apa/red)

11.3.2005 12:39