Freitag, 11. März 2005

Österreichs Vertrauen in Grasser sinkt: Finanzminister verliert in Umfragenwerten

  • Bundeskanzler Schüssel & FP-Chefin Haubner legen zu
  • Bundespräsident Fischer: Unangefochten an der Spitze!

Finanzminister Grasser verliert, Bundeskanzler Schüssel gewinnt. Dies besagt die aktuelle Umfrage für den OGM-Vertrauensindex. Gegenüber dem Dezember 2004 konnte auch FPÖ-Chefin Haubner zulegen. Wie sich die aktuelle Entwicklung in der FPÖ auf die weitere Entwicklung der Werte Haubners auswirken wird, ist abzuwarten. Unangefochten an der Spitze des Index ist weiter Bundespräsident Fischer.

"Haubner hat durch ihre Beförderung zur Sozialministerin an Profil gewonnen", so OGM-Politologe Peter Hajek. Mit ihrer "ruhigen und besonnenen Art" dürfte sie - im Vergleich zu ihren Parteikollegen - auch in der aktuellen Auseinandersetzung innerhalb ihrer Partei eher gut aussteigen, vermutet der Experte.

Signifikant zulegen gegenüber Dezember konnte auch der Regierungschef. "Schüssel gewinnt zumeist dann an Vertrauen, wenn es innenpolitisch turbulent zugeht", analysiert Hajek.

Größter Verlierer der aktuellen Umfrage ist Grasser. Der Grund liegt für Hajek auf der Hand: "Ausschlaggebend dafür waren wahrscheinlich das Upgrading seiner AUA-Tickets während der Tsunami- Katastrophe und das schlechte Kommunikationsmanagement."

Ein signifikantes Minus von fünf Punkten hinnehmen musste auch Umweltminister Pröll. Ihm dürfte die Diskussion um die Umweltverträglichkeitsprüfung geschadet haben. Einen beachtlichen Einstand mit 16 Punkten hinlegen konnte Innenministerin Prokop. Sie liegt unter den Bundespolitikern auf Rang fünf.

Unverändert ist die Spitze. Bundespräsident Fischer schwebt mit nunmehr 79 Punkten in lichten Höhen. Nur zehn Prozent geben an, ihm nicht zu vertrauen. Platz zwei ist weiter für Grünen-Bundessprecher Van der Bellen reserviert. Der Professor liegt allerdings nur mehr einen Punkt vor Außenministerin Plassnik. (apa)

11.3.2005 13:53