Stromausfall in Graz: Großteil der Stadt stand für knapp 20 Minuten vollkommen still
- Ampeln ausgefallen, Straßenbahnen blieben stehen
- Ursache: Schaden an einer 110-KV-Leitung bei Thal
Ein großflächiger Stromausfall sorgte am Freitagvormittag für Chaos in Graz und dem näheren Umland. Schuld soll ein Brand nach einem Kabelschaden gewesen sein, bei dem eine 110-kV-Leitung bei Thal westlich von Graz beschädigt worden war. Laut einem Bediensteten der Energie Graz soll ein Baum eine Leitung beschädigt haben. Straßenbahnen blieben stehen, Ampelanlagen fielen aus und Brandmelder schlugen Alarm. Knapp eine dreiviertel Stunde später konnte aber der größte Schaden wieder behoben werden. Bis Mittag war die Stromversorgung wieder allen Kunden zugänglich.
Auslöser soll ein Kabelschaden an einer Hochspannungsleitung gewesen sein. Dieser hatte zu einem Kurzschluss und dann zu einem Brand geführt. Nachdem die Zuleitung gekappt worden war, musste der Strom über andere Leitungen eingespeist werden. Die gesamte rechte und Teile der linken Murseite von Peggau (Bezirk Graz-Umgebung) bis zum Grazer Augartenbad hatten keinen Strom. "Durch eine alternative Anspeisung konnte die Versorgung aber wieder hergestellt werden", teilte der Konzernsprecher der Energie Steiermark Holding AG (EStAG), Urs Harnik, mit. Bis zu den Mittagsstunden waren rund 100 Techniker im Einsatz.
Ampelanlagen ausgefallen
Ein Großteil der Grazer Ampelanlagen war einige Zeit ausgefallen. Die Folge waren Turbulenzen im Verkehr. Die befürchteten Unfälle wegen der ausgefallenen Verkehrslichtanlagen blieben aber aus. Zu kurzfristigen Problemen kam es allerdings in Lebensmittelgeschäften: Die Kühlungen fielen aus, die Kunden konnten außerdem wegen außer Betrieb gesetzter Kassen nicht bezahlen.
Kurzfristiger Katastrophenalarm
Bei der Grazer Feuerwehr wurde kurzfristig Katastrophenalarm gegeben. Alle verfügbaren Kräfte waren im Einsatz, um vordringlich Menschen aus stecken gebliebenen Liften zu befreien. Aber auch Hunderte Anrufer von besorgten Bürgern mussten von den Einsatzkräften beantwortet werden.
(apa/red)
