Donnerstag, 10. März 2005

"Hasen-Affäre" zu Ende: Gehrer verkündet
Lösung im Streit um die Dürer-Leihgaben

  • Einigung: Lichtstärke im Madrider Prado wird reduziert
  • Kunstwerke bleiben damit weiterhin in Spanien

Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) hat am Donnerstagabend bei der Eröffnung der "Piet Mondrian"-Ausstellung in der Wiener Albertina das Ende der Affäre um die im Prado befindlichen Dürer-Leihgaben verkündet. "Wir haben heute eine gute Lösung gefunden", sagte die Ministerin in ihrer Rede.

In intensiven Diskussionen mit dem Bundesdenkmalamt (BDA) und den beteiligten Museen habe man beschlossen, dass jene fünf besonders empfindlichen Werke, die laut gültigem Bescheid vorzeitig nach Wien zurückzukehren hätten, dank der auf 25 Lux reduzierten Lichtstärke 700 Stunden gezeigt werden können - laut Gehrer garantiert dies den Verbleib für die gesamte geplante Ausstellungsdauer.

Gehrer bedankte sich ausdrücklich bei den zuständigen Spitzenbeamten des BDA sowie bei den beiden Museumsdirektoren des Prado und der Albertina, die in konstruktiven Gesprächen diese Lösung ermöglicht hätten. Doch gleichzeitig kritisierte sie die Vorgangsweise der Albertina, die erst zu dieser problematischen Situation geführt habe: "Ich möchte schon festhalten, dass diese Vorgangsweise nicht in Ordnung war und dass ich nicht möchte, dass sie sich wiederholt."

(apa/red)

10.3.2005 19:54