Hurra, Hurra, der Lenz ist da! Der Winter musste offiziell dem Frühling weichen!
- Sonne schnitt am Sonntag den Himmelsäquator
- KLICKEN: So wird das Wetter in den nächsten Tagen!
·Immer top-aktuell: So wird das Wetter!
Die Prognosen für heute und die nächsten Tage
·Frühlingsbeginn freut nicht jeden
Umstellung vom Winter macht vielen zu schaffen
·Vorsicht: Allergien sind am Vormarsch!
Schon rund 25 Prozent der Erwachsenen betroffen
·Die Pollen sind da: So schützen Sie sich!
KLICKEN: Tolle Tipps zum Kampf gegen Allergie-Frust
·Frühling bei uns, Neujahr in Asien
Japaner begrüßen Lenz mit dem "Shunbun-no-hi"
So mancher konnte sich nach dem vergangenen Winter ein Leben ohne Daunenjacke gar nicht mehr vorstellen, aber jetzt es ist geschafft: Nachdem sich der Frühling in der letzten Woche bereits mit höheren Temperaturen ankündigte, beginnt der Lenz heute auch für Astronomen ganz offiziell. Diese orientieren sich nämlich nicht an den aktuellen Temperaturen, sondern an der Rotationsachse der Erde und am Stand der Sonne.
Exakt um 13.33 Uhr Mitteleuropäischer Zeit schnitt die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn den Himmelsäquator. Zum Frühlingsanfang geht unser Zentralgestirn genau im Osten auf, steht mittags im Süden und geht exakt im Westen unter - Tag und Nacht sind gleich lang. Der Frühling endet am 21. Juni, der Sommersonnenwende. An diesem Tag ist es genau 16 Stunden hell (längster Tag des Jahres) und acht Stunden dunkel (kürzeste Nacht des Jahres).
Das wohl älteste deutsche Wort für Frühling ist die Bezeichnung Lenz (vom althochdeutschen "lenzo"). Sie bedeutet so viel wie "die Zeit, in der lange Tage sind" oder "die Zeit, in der die Tage länger werden". Auch im heutigen Sprachgebrauch hat das Frühlingshafte seinen festen Platz: Frühlingserwachen, zweiter Frühling, Frühlingsgefühle.
Mit den längeren Tagen lässt die Sonne hoffentlich bald ihre ersten warmen Strahlen spüren und gibt der Natur eine Chance, sich zu regen: Auch wenn Eis und Schnee noch nicht ganz gegangen sind, zeigt sich als erster Bote das Schneeglöckchen. Andere Frühblüher wie Krokus, Tulpe, Frühlingsknotenblume, Märzenbecher und Narzisse - auch als Osterglocke bekannt - folgen. Danach erfreuen sich die Menschen an Flieder, Maiglöckchen und Pfingstrosen.
Was heute der Wettermann bzw. Wetterfrau für die Fernsehgemeinde, das waren einst die mehr oder weniger poetischen Anweisungen aus dem Bauernkalender. 1771 ist zu lesen: "Im Märzen reinige des Gartens Grund und Erden, die Zwiebel kann auch jetzt gesät werden."
Hoffentlich nicht in Verbindung mit der Zwiebel ist jener Spruch zu sehen: "Wenn im März viel Winde wehen, wird der Maien warm und schön." Man bleibt aber beim Thema: "Wer will dicke Bohnen essen, darf die Märzsaat nicht vergessen." - und (folgerichtig?): "Wenns donnert in den März hinein, wird's eine gute Ernte sein."
Sexuelle Erregbarkeit steigt
Aber was wäre der Frühling für uns Menschen ohne die entsprechenden "Gefühle"? Es wird heftig geflirtet und die sexuelle Erregbarkeit steigt immens an. Evolutionsbiologen sehen darin ein Überbleibsel des geschlechtlichen Jahreszyklus, wie wir ihn bei vielen Tierarten finden: Im Frühjahr werden die Umweltbedingungen nach Ende der Frostperiode für Fortpflanzung und Jungenaufzucht günstig. Der Melatoninspiegel im Blut sinkt, die Geschlechtsorgane treten wieder in Funktion, die Zeit der Paarung und des Brütens beginnt.
(apa/red)
