Mittwoch, 9. März 2005

90.000 Euro Falschgeld sichergestellt! In Oö. wurden bayrische Geldfälscher erwischt

  • Polizei hebt Werkstatt im Landkreis Passau aus

Zwei Geldfälscher aus Deutschland sind am Montag in Suben (Bezirk Schärding) in Oberösterreich geschnappt worden. Das Duo hatte "Blüten" im Nennwert von 90.000 Euro bei sich, wie Sicherheitsdirektor Alois Lißl in einer Presseaussendung am Mittwoch mitteilte. Das Falschgeld sei von keiner besonderen Qualität gewesen. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um zwei 34-jährige Türken, die im Landkreis Passau in Bayern wohnen.

Zwei Geldfälscher aus Deutschland sind am Montag in Suben (Bezirk Schärding) in Oberösterreich geschnappt worden. Das Duo hatte "Blüten" im Nennwert von 90.000 Euro bei sich, wie Sicherheitsdirektor Alois Lißl in einer Presseaussendung am Mittwoch mitteilte. Das Falschgeld sei von keiner besonderen Qualität gewesen. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um zwei 34-jährige Türken, die im Landkreis Passau in Bayern wohnen.

In der Vorwoche wurden zwei gefälschte 50-Euro-Scheine in Lokalen in Schärding sichergestellt, so Lißl. Durch Informationen aus dem Rotlichtmilieu wurde bekannt, dass zwei Kurden im Grenzraum Euro-Fälschungen anbieten sollen. Nach umfassenden Ermittlungen konnten tatsächlich am Montag gegen 15.00 Uhr in Suben jene "Geldverkäufer" ausgeforscht werden, die um 90.000 Euro Falschgeld, sowie in 50 als auch 100 Werten, mit sich hatten.

Sondereinheit Cobra im Einsatz
Beamte der Sondereinheit Cobra nahmen die beiden Tatverdächtigen fest, teilte Lißl mit. Bereits kurz danach konnten dank der "eingespielten" grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den oberösterreichischen und bayerischen Behörden die Wohnungen der Falschgeldhändler im Landkreis Passau durchsucht werden, zunächst allerdings ohne Erfolg.

Im Zuge weiterer Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf eine dritte Wohnung. Diese wurde offensichtlich als Fälscherwerkstatt benutzt, gab Lißl bekannt. Die Beamten fanden einen Tintenstrahldrucker, Papier zur Herstellung von Falschgeld sowie zwei gefälschte 50-Euro-Noten, zwei falsche 100-Euro-Noten und einen Druck mit zwei 50-Euro-"Blüten". Da die Scheine auf einem "nicht professionellen" Papier mit einem handelsüblichen Drucker produziert wurde, konnte es nur dort in Umlauf gebracht werden, wo schlechtes Licht herrschte, so Lißl.

"Die beiden Festgenommenen bestreiten jegliche Tatbeteiligung, obwohl in ihren Taschen das Falschgeld sichergestellt werden konnte", so der Sicherheitsdirektor. Derzeit werde geklärt, ob es sich möglicherweise um Mitglieder einer international agierenden Bande handelt.
(apa)

9.3.2005 10:32