Montag, 7. März 2005

Mordalarm in der Obersteiermark: 74-Jähriger solle seine Frau getötet haben

  • Mutmaßlicher Täter wurde von Polizei festgenommen
  • Tatumstände laut Gendarmerie noch nicht geklärt

Ein 74 Jahre alter Mann hat in der Nacht auf Montag in der Obersteiermark offenbar seine Ehefrau (68) getötet und dann mehrere Selbstmordversuche unternommen. Dies erklärte einer der Ermittler der Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos Steiermark am Montag gegenüber der APA. Der mutmaßliche Täter, der am Montagnachmittag noch einvernommen wurde, leidet laut dem Beamten an einer so genannten Altersdepression. Die im Nebenhaus in Weng bei Admont im Bezirk Liezen wohnende Tochter hat die Tat Montag früh entdeckt.

Die genauen Umstände der Tat und die Todesursache der Frau waren zunächst unklar. Der mutmaßliche Täter, der sich widerstandslos festnehmen ließ, hatte seine Frau laut Gendarmerie "spät Sonntagnacht" im gemeinsamen Schlafzimmer im Dachausbau des Hauses getötet und dann sich selbst umzubringen versucht. Er wollte sich Halsschlag- und Pulsadern öffnen, scheiterte damit jedoch ebenso wie mit einem Versuch, sich zu erhängen: Das dafür verwendete Kabel riss, der Mann zog sich beim Sturz zwei Rippenbrüche zu. Er wurde im LKH Rottenmann behandelt, bevor er zur Einvernahme wieder auf den Gendarmerieposten Admont gebracht wurde.

Die Tochter des Opfers, die gleich neben dem Anwesen der Eltern mit ihrem Ehemann wohnt, hatte gegen 8.00 Uhr die Gendarmerie verständigt, nachdem sie die Haustür ihrer Eltern versperrt vorgefunden hatte. Mit einem Nachschlüssel öffnete sie und fand den Vater - der einen verwirrten Eindruck gemacht haben soll - im Hausanzug vor. Als sie nach der Mutter sah, fand sie diese mit einem Pyjama bekleidet im Bett im Schlafzimmer leblos vor. Der 74-Jährige dürfte nach ersten Erkenntnissen seine Frau erwürgt haben. (apa/red)

7.3.2005 14:12