Donnerstag, 3. März 2005

Verkehrsunfälle Todesursache Nummer 1 für Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren

  • VCÖ startet Projekte, die die Sicherheit fördern sollen

Die größte Gefahr für Jugendliche lauert im Straßenverkehr. In der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren sind Unfälle auf Österreichs Straßen Todesursache Nummer eins, ergab eine Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ). Aus diesem Grund widmet der VCÖ seinen diesjährigen Mobilitätspreis diesem Thema und will Projekte prämieren, die die Sicherheit von den jungen Menschen im Straßenverkehr erhöhen.

Am gefährlichsten ist das Fahren mit dem Auto. 74 Prozent der 215 jugendlichen Verkehrstoten des Jahres 2003 kamen im Kfz ums Leben. 53 Prozent lenkten den Pkw selbst, 21 Prozent waren Beifahrer. Das Unfallrisiko pro gefahrene Kilometer ist für jene, die mit dem Auto fahren, sieben Mal höher als für jene, die zu Fuß, mit dem Rad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, rechnete VCÖ-Experte Wolfgang Rauh vor. 18 Prozent der tödlichen Unfälle mit Jugendlichen im Jahr 2003 geschahen mit dem Moped oder Motorrad.

Besorgnis erregend sei in dieser Altersgruppe der Anstieg bei den Verletzten von 15.347 im Jahr 1998 auf mehr als 17.500 im Jahr 2003, sagte Rauh. Besonders gefährdet sind die jungen Männer. "Temporausch, Selbstüberschätzung und Alkohol sind ein gefährlicher Mix, der zu vielen schweren Unfällen führt", so Rauh. Der gefährlichste Weg ist jener von der Disco nach Hause.

Der Mobilitätspreis 2005 des VCÖ läuft dieses Mal unter dem Motto "jung.sicher.ökomobil". "Mit dem Mobilitätspreis wollen wir die besten der praxiserprobten Lösungen auszeichnen und bekannt machen", so VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak. Die Ideen können bis zum 30. Juni beim VCÖ bekannt gegeben werden, danach wählt eine zehnköpfige Jury die Gewinner.
(apa)

3.3.2005 16:25