Nebelwarnanlage im oberösterreichischen
Seengebiet: Einzigartig in Europa
- Zwei Millionen Euro wurden in das System investiert
- Idee für System kam nach Massenkarambolage 2002
Die Nebelwarnanlage auf der Westautobahn (A1) im oberösterreichischen Seengebiet hat ihren Betrieb im Vorjahr aufgenommen. In die Errichtung des "europaweit einzigartigen" Systems wurden laut Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag rund zwei Millionen Euro investiert.
Die Sichtweite entlang des Autobahnabschnitts wird mit speziellen Geräten alle 600 Meter gemessen. Sobald ein bestimmter Wert unterschritten wird, wird automatisch eine Warnung ausgelöst und die Autobahnmeisterei Seewalchen alarmiert. Dort oder bei der Tunnelwarte in Wels geben die Mitarbeiter den entsprechenden Warnhinweise in den Computer ein, der in der Folge auf den Anzeigetafeln auf der A1 erscheint.
Die Messgeräte für die Sichtweite sind derzeit auf einer Strecke von rund zehn Kilometern installiert. Eine Ausweitung auf 30 bis 40 Kilometer werde diskutiert, erklärte die Asfinag Mittwochvormittag auf Anfrage der APA.
Mit dem System könne nicht nur auf Nebel, sondern auch rechtzeitig auf Baustellen oder Unfälle hingewiesen werden, so die Auskunft der zuständigen Autobahnmeisterei. Die oberösterreichische Anlage ist laut Asfinag-Angaben die bisher einzige ihrer Art in ganz Österreich.
In Tirol würden Anfang Mai so genannte Verkehrsbeeinflussungsanlagen in den Probebetrieb gehen. Sie sollen die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit der Straße erhöhen. (apa)
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