Mittwoch, 2. März 2005

Gäste 2. Klasse? Touristen aus Osteuropa fühlen sich in Österreich benachteiligt

  • Infotafeln & Speisekarten nur in Englisch oder Italienisch
  • Chef der Österreich Werbung ist wenig erfreut

Viele der mittlerweile jährlich 3 Millionen Touristen aus Zentral-und Osteuropa sehen sich in Österreich schlechter gestellt als Touristen aus Deutschland und Italien, geht aus einer Studie der Wirtschaftsuniversität (WU) hervor. Die osteuropäischen Gäste fühlten sich "oft als Gäste zweiter Klasse", so die Studienautorin.

In einzelnen Tourismusregionen wie etwa am Semmering stellen die Gäste aus dem Osten mittlerweile ein Drittel der Gäste. Im Durchschnitt gibt ein osteuropäischer Österreich-Tourist pro Tag etwa 75 Euro aus.

Während Italienisch oder Englisch auf vielen Speisekarten oder Informationstafeln zu finden seien, gibt es keinerlei Hinweise in osteuropäischen Sprachen wird beispielhaft kritisiert.

Wenig erfreut zeigt sich der Chef der Österreich Werbung (ÖW), Artur Oberascher, über die Resultate der Studie: Sollte die Studie das Gefühl der Gäste tatsächlich treffen, würde das die Wirkung der drei Mio. Euro Marketingbudget, die die ÖW im Osten ausgibt, deutlich schmälern.(apa/red)

2.3.2005 09:58