Dienstag, 1. März 2005

Mister Apple: Steve Jobs machte Apple zum Vorreiter der Entertainment-Branche

  • Er ist der führende Innovator des Informationszeitalters
  • Teil 1 der neuen FORMAT-Serie 'Lernen von den Besten'

Be different. Denke anders. Das war der Slogan einer der markantesten Werbekampagnen Ende der 90er Jahre. Es war die Kampagne für den ersten iMac, und sie zielte auf jene, die sich hip, fortschrittlich und unangepasst gaben. Kreative, Werber, Medienarbeiter - Konsumenten also, die die perfekte Zielgruppe für Steve Jobs' neuen schicken Computer bildeten.

Be different. Denke anders. Man hätte genauso gut auch ein Foto von Steve Jobs neben den Spruch stellen können. Wie kein anderer treibt er mit seinen Entwicklungen die Computer- und Entertainment-Industrien vor sich her. Den "führenden Innovator des Informationszeitalters" nannte ihn erst kürzlich das amerikanische Wirtschaftsmagazin "BusinessWeek".

  • Der allererste Apple, den Steve Jobs 1976 mit seinem Schulfreund Steve Wozniak entwickelte, war der Versuch, den Computer, der bislang nur Experten, Großunternehmen und Rechenzentren vorbehalten war, massentauglich zu machen. Vom Apple II, der ein Jahr später auf den Markt kam, verkauften die beiden Steves fünf Millionen Stück - damals eine Sensation.

  • Um Computer massentauglich zu machen, mussten sie zunächst bedienerfreundlich werden: 1984 kam der erste Mac und mit ihm die Maus und das "graphical user interface", jene Oberfläche mit den Icons, und all die anderen Grafikelemente, die heute selbstverständlich sind.

  • Der iMac (1997) entdeckte Design als Wettbewerbsvorteil.

  • Der iPod (2001) ist das wohl innovativste und erfolgreichste High-Tech-Produkt unserer Zeit und die aktuelle Benchmark, was Technologie-Design betrifft.

  • Mit dem iTunes Music Store brachte er die fünf großen, ursprünglich widerwilligen Musiklabels dazu, eine legale Alternative zur illegalen Tauschbörse Napster zu starten.

    Micro-Management
    Steve Jobs ist kein netter Chef. Es heißt, dass seine Mitarbeiter lieber das Treppenhaus benutzen, nur um nicht gemeinsam mit ihm im Lift fahren zu müssen. Aber er ist ein CEO, der sich tatsächlich persönlich verantwortlich fühlt für die Qualität seiner Produkte und die Zufriedenheit seiner Kunden. Er ist der fanatische Micro-Manager, der sich um den richtigen (biologischen!) Apfelsaft in den Firmen-Kühlschränken kümmert und darum, dass ein Apple-Laptop beim Zusammenklappen auch den richtigen Sound erzeugt.

    Seit 1997, als Steve Jobs nach einigen Jahren der unfreiwilligen Abwesenheit wieder zu Apple zurückgekehrt ist, hat sich der Aktienkurs des Unternehmens fast verneunfacht. Am Online-Musikmarkt hat Apple einen Marktanteil von 62 Prozent, bei MP3-Playern einen von 59 Prozent. Bloß bei Computern bleibt Apple bei zwei bis drei Prozent.

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    1.3.2005 09:35