Antrag schon eingereicht: Milchkonzern Parmalat kommt im Juli an die Börse zurück
- Neues Unternehmen soll den alten Namen behalten
Der insolvente Milchkonzern Parmalat wird bis Ende Juli wieder an die Börse gehen. Dies wurde vom Aufsichtsrat des insolventen Nahrungsmittelkonzerns bestätigt. Wie Parmalats Insolvenzverwalter Enrico Bondi der Regierung in Rom berichtete, soll vor der Notierung eine Kapitalaufstockung im Wert von 2 Mrd. Euro in die Wege geleitet werden. Auch der Umstrukturierungsplan soll leicht geändert werden, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica".
Das neue Unternehmen soll den alten Namen tragen, was mit neuen Werbekampagnen unterstrichen werden soll. Der Notierungsantrag wurde bereits der Mailänder Börsenaufsichtsbehörte Consob unterbreitet, die ihn in den kommenden Wochen überprüfen wird..
Zugleich muss Bondi weitere Mittel flüssig machen: Der FC Parma soll verkauft werden. Teile des Besitzes vom Firmen-Gründer Calisto Tanzi werden zu Geld gemacht. Die Versteigerung seines Weingutes in der Toscana zwischen San Vincenzo und Piombino brachte 23 Mio. Euro. Insgesamt hat die Staatsanwaltschaft bisher Tanzi-Besitztümer im Wert von 140 Mio. Euro sichergestellt, darunter eine Segelyacht. Die 2,3 Mrd. Euro aber, die aus den Kassen Parmalats verschwunden sind, sind noch nicht wieder aufgetaucht. (apa)

