Letzter Test vor Wales: Das ÖFB-Team befürchtet gegen Kroatien ein Eislauf-Duell
- Hans Krankl regt sich über schlechten Prater-Rasen auf
- "Keine Rasenheizung im Happel-Stadion ein Skandal"
·KLICKEN: So spielte
Österreich vs. Wales
Diese ÖFB-Kicker holten in Wien den nächsten Sieg
·Wann und wo das ÖFB-Team spielt!
KLICKEN: Die Termine der Krankl-Elf auf einen Blick!
·MITSTIMMEN: Soll Krankl zurücktreten?
Ist ein Rücktritt der richtige Weg nach vorne?
·Krankl: "Zypern war eine Reise wert!"
Teamchef ist trotz letztem Platz mit Turnier zufrieden
·Zypern: ÖFB-Team nur Turnier-Letzter
Teamchef dennoch positiv
PLUS: Soll Krankl gehen?
·Lahmes ÖFB-Team verliert vs. Zypern
Krankl: "Mit der stärksten Elf hätten wir gewonnen"
·BILDER: So verlor Österreich vs Zypern
Durchklicken: Schwacher Auftritt zum Jahresauftakt
·WM-Quali: Übersicht zu Österreichs Gruppe
Alle Ergebnisse und die große Abschluss-Tabelle
Österreichs Fußball-Nationalmannschaft trifft am Mittwoch im ersten Heimländerspiel 2005 auf Kroatien, doch in den Rot-Weiß-roten Reihen wird ein "Eislauf-Duell" im Ernst Happel-Stadion befürchtet. "Der Platz ist an der Grenze. Wenn sich das Wetter nicht ändert, dann droht ein grün-brauner Betonplatz. Das wir im Prater keine Rasenheizung haben ist, ein Skandal", sagte der erzürnte ÖFB-Teamchef Hans Krankl am Montag nach dem ersten Lokalaugenschein in der EM-Finalarena 2008.
ÖFB-Präsident Friedrich Stickler begründete den Spielort Wien Anfang März mit der Hoffnung, dass mehr Zuschauer als im Schwarzenegger-Stadion in Graz-Liebenau kommen würden. Im Gegensatz zur Bundeshauptstadt gibt es sowohl in Graz, als auch in Linz und Innsbruck eine Rasenheizung. Außerdem sei laut ÖFB-Information zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht bekannt gewesen, wann der GAK im UEFA-Cup sein Heimspiel hat. Sonst hätte es eine Überbelastung des Spielfelds im Schwarzenegger-Stadion geben können.
"Der Platz wird vom Schnee geräumt, aber wir haben am Vormittag bei geschätzten minus zehn Grad auf Kunstrasen trainiert und ich befürchte, dass es am Mittwochabend eine Betonwüste geben wird. Die Spieler werden mit 'Tausendfüßlern' einlaufen müssen, bei Schnee und Eis wird es problematisch", befürchtete Krankl. "Wir brauchen einen Test vor Wales. Die Bedingungen werden für beide gleich sein und darum müssen wir versuchen, das Beste daraus zu machen."
"Legionärslos" ins Match gegen Kroatien
Durch die Absage von Stuttgart-Verteidiger Martin Stranzl ("Ich habe mit Sammer darüber geredet. Aber dadurch, dass es kein offizieller Länderspieltermin ist, rege ich mich nicht darüber auf") geht der Teamchef "legionärslos" ins Duell mit den Kroaten, der launige Kommentar des Ex-Barcelona-Torjägers: "Die Ausfälle von Stranzl, Schopp, Haas und Ibertsberger treffen uns so, als würden bei Kroatien 20 Spieler fehlen." Dazu kommt auch noch der Ausfall von GAK-Torhüter Andreas Schranz, der an einer Grippe laboriert und das Teamcamp verlassen musste.
Mit Ivica Vastic und Didi Kühbauer blieben immerhin zwei ehemalige Auslands-Gastarbeiter. Vastic freut sich auf den Vergleich mit seinem Vaterland: "Auf dem Platz gibt's keine Freundschaft, jeder will gewinnen." Zudem kommt es zu einem persönlichen Aufeinandetreffen mit seinem Vereinskollegen Joey Didulica. "Wenn ich ein Tor schieße, muss er Handschuhe sowie Trikot ausziehen und in die Kabine gehen", sagte die hängende Austria-Spitze mit einem Schmunzeln.
Mattersburg-Regisseur Kühbauer "überlebte" die Härteschlacht gegen die Admira unverletzt ("das nächste Mal mache ich vorher einen Karatekurs") und blickt der nächsten "Mutprobe" entgegen: "Ich glaube, es wird einen Eislaufplatz geben, wo es eher Eislaufen als Fußball zu sehen gibt. Unser Zeugwart gibt ungern neue Schuhe heraus, aber diesmal werden wir sie brauchen." (apa/red)
