Am Boden der Realität: Austria verpatzt nach UEFA-Cup-Höhenflug den Liga-Start
- GAK-Aufholjagd durch umstrittenen Elfer gestoppt
- Rapid kampflos als der Sieger des Wochenendes
·Zwei Spiele in der Bundesliga abgesagt
Rapid-Salzburg & Admira-Pasching fanden nicht statt
·Austria landete hart im Alltag der Liga
Rapid avancierte kampflos zum Sieger der 24. Runde
·Bundesliga 2007/08: Ergebnisse & Tabelle!
Auslosung, Tore & mehr: Infos zur aktuellen Saison
·Jurcevic ist neuer Trainer von Salzburg
Kroate tritt Nachfolge von Assion auf Trainerbank an
·Causa Stronach: Gipfeltreffen in Wien
KLICKEN: Reaktionen zu seinem Rücktrittsangebot
Der österreichische Fußball-Rekordmeister Rapid (und auch Pasching) sind, ohne gespielt zu haben, die großen Gewinner des auf drei Partien geschrumpften Bundesliga-Wochenendes. Sowohl Titelverteidiger GAK, der sich beim 1:1 durch einen umstrittenen Elfmeter in der 95. Minute um einen Sieg auf dem Innsbrucker Tivoli gebracht sah, als auch Vizemeister Austria, der nach der UEFA-Cup-Heldentat gegen Bilbao mit einer 0:1-Auswärtsniederlage gegen Sturm Graz im Liga-Alltag ankam, gaben wertvolle Punkte im Titelkampf ab. Die Hütteldorfer behaupteten damit trotz dreier Match-Absagen in Folge die Tabellenführung.
Austria-Sportdirektor Günter Kronsteiner lehnte Schuldzuweisungen ab: "Wir haben gemeinsam gewonnen (Europacup/Anm.) und nun gemeinsam verloren. Der Alltag ist wieder eingekehrt, wir müssen uns wieder auf die normalen Sachen konzentrieren, auf die Meisterschaft." Den Grazern streute Kronsteiner Rosen: "Sturm hat sehr, sehr gut gespielt, sie haben körperlich alles eingebracht, mit Herzblut gekämpft. Bei uns hat jeder gewartet, dass irgendwer was tut. Dass bei uns eine Mannschaft auf dem Platz steht, war heute nicht der Fall, wir haben die Ordnung nicht gefunden, waren nie kompakt."
Walter Schachner sprachlos über den Elfmeter
Double-Gewinner GAK hatte die angestrebten drei Punkte in Tirol so gut wie in der Tasche, als Schiedsrichter Hofmann die mit dem Derby-Erfolg über Sturm am vergangenen Sonntag eingeläutete Meisterschafts-Aufholjagd der Grazer stoppte. GAK-Trainer Walter Schachner wollte den nach einer "Berührung" zwischen Tokic und Aganun in der 95. Minute gegen sein Team verhängten Foulelfmeter nicht kommentieren: "Ich will mir jetzt einmal ein Time Out nehmen und die Fernsehbilder genau analysieren. Die Leute sollen sich über die Schiedsrichter-Entscheidungen ihre eigene Meinung bilden."
Tirol-Coach Stanislaw Tschertschessow, der mit seiner Mannschaft nun seit sechs Spielen ungeschlagen ist, nahm Hofmann in Schutz: "Es ist eine Tatsachenentscheidung, man muss die Entscheidung akzeptieren und respektieren. Ich habe auch sofort an einen Elfmeter gedacht." In der ersten Hälfte hätte sein Team wohl anderes im Kopf gehabt, "aber wir haben gegen den Meister gespielt, vielleicht mit zu viel Respekt", meinte der Russe nach dem glücklichen Punktgewinn.
Bregenz will weiterkämpfen
Schlusslicht Bregenz schaffte beim 0:0 gegen Mattersburg gleich im ersten Heimspiel des Kalenderjahres 2005, was zuletzt am 30. November 2003 gelang, nämlich vor eigenem Publikum ohne Gegentor zu bleiben. Die Punkteteilung bei heftigem Schneefall und extrem schwierigen Bodenverhältnissen half den Vorarlbergern im Abstiegskampf jedoch nur wenig. "Wir werden aber bis zuletzt um den Klassenerhalt kämpfen", versprach Trainer Roland Kornexl.
(apa/red)
