Sieg über Sturm gibt Meister neue Kraft: Titelverteidiger GAK bläst zur Aufholjagd
- Schachner will bis zum Schluss um den Titel kämpfen
- "Mit diesem Sieg lebt die Chance auf den Titel wieder"
·121. Grazer Derby: GAK schlägt Sturm
Meister gewinnt 4:0, Sturm-Torhüter Radakovic patzt
·Viele Tore und viel Härte in Mattersburg
Zwei Mal Rot bei Admira-Sieg, Remis in Salzburg
·Technische Daten zur
10. Bundesliga-Runde
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"Soll fairem Wettbewerb nicht im Weg stehen"
Einige mögen den GAK im Kampf um die heimische Fußball-Meisterschaft schon abgeschrieben haben, doch mit dem 4:0 im Grazer Derby gegen Sturm gab der Titelverteidiger am Sonntagnachmittag wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich. "Vor dem Spiel war es nicht vorstellbar, dass wir so hoch gewinnen. Letztendlich war der Sieg aber auch in dieser Höhe verdient. Gratulation an die Mannschaft", lautete der zufriedene Kommentar von GAK-Trainer Walter Schachner, der die Athletiker im Vorjahr zum Double geführt hatte.
Bei den ersten drei Treffern hatte Sturm-Goalie Radovan Radakovic mit Patzern jedoch tatkräftig mitgeholfen. "Dass die Tore durch Fehler des gegnerischen Tormannes entstanden sind, haben wir uns erarbeitet. Ich hatte Angst, dass wir in der zweiten Spielhälfte körperlich zurückfallen, wir waren aber schließlich auch körperlich besser als Sturm", betonte Schachner, dessen Team nun als Vierter bei einem Spiel mehr nur noch sechs Punkte Rückstand auf Herbstmeister und Winterkönig Rapid aufweist.
"Solange der Titel theoretisch möglich ist, werden wir um diesen kämpfen", betonte Schachner nach dem erfolgreichen Start in die Frühjahrsmeisterschaft. "Die Basis zur Aufholjagd ist mit dem 4:0 auf jeden Fall einmal gelegt!" Und auch Teamspieler Rene Aufhauser (soll von englischen Premier League-Klubs gejagt werden) weiß, dass eine erfolgreiche Titelverteidigung nun wieder möglich ist: "Mit diesem Sieg lebt die Chance auf den Titel wieder."
Während der GAK in der Rolle des Jägers auf Tuchfühlung mit dem Spitzentrio Rapid (43), Austria (42) und Pasching (41) blieb, muss Sturm-Trainer Michael Petrovic mit seinem Team als Tabellenachter bei nur sechs Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Bregenz, das ein Spiel weniger ausgetragen hat, weiter gegen den Abstieg kämpfen.
"In der ersten Spielhälfte hatten wir zu viel Respekt. Wir haben drei Tore durch individuelle Fehler bekommen", analysierte der kettenrauchende Coach die Niederlage. Lediglich mit jene 20 Minuten in der zweiten Spielhälfte, in denen Sturm kein Tor kassiert hatte, war Petrovic zufrieden. Ansonsten galt der Kommentar von GAK-Abwehrspieler Emanuel Pogatetz zum Spiel: "Wir haben Sturm in alle
Bestandteile zerlegt."
(apa/red)
