Durchgekommen: Viel Lob für Friesacher nach harter "Schwerarbeit" beim WM-Debüt
- Kärntner kämpft sich im Uralt-Minardi als 17. ins Ziel
- F1-Rookie: "Habe aber in jeder Runde dazu gelernt"
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Klien jubelt über 7. Platz, Coulthard sogar Vierter!
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Toller 7. Platz für Klien in Melbourne, Friesacher 17.
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Grand Prix von Australien am 6. März 2005
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Durchgefahren, beim WM-Debüt keine Fehler gemacht, Platz 17 am Ende. Auch Patrick Friesacher konnte mit dem WM-Auftakt und seinem Einstieg in die Formel 1 zufrieden sein. Trotz aller Probleme im Vorfeld und eines verpassten Trainingstages brachte der Kärntner den schwer zu fahrenden Minardi heil ins Ziel. "Es war Schwerarbeit. Aber ich habe in jeder Runde dazu gelernt. Das war das Wichtigste."
Nur einen Tag hatte Friesacher vor dem WM-Auftakt im Uralt-Minardi getestet, dann hatte er wegen des Rechtsstreites von Teamchef Paul Stoddart auch noch den wichtigen Freitag als Trainingstag verloren. Dann musste er zudem in einem umgebauten Auto antreten, das er zuvor noch nie gefahren hatte.
"Es war ein sehr hartes Rennen, ich habe mir sehr schwer getan", gestand der Wolfsberger nach 57 anstrengenden Runden, in denen er im über sechs Sekunden langsameren Minardi doppelt so viel am Lenkrad kurbeln musste als die Konkurrenz, um das Auto auf der Straße zu halten. "Deshalb bin ich erstaunt, dass ich körperlich keine Probleme hatte.
Teamchef Stoddart lobte: "Patrick hat einen Super-Job gemacht. Er hat sich tapfer bis zum Schluss durchgekämpft, obwohl das Auto das schwierigste im ganzen Feld ist. Dass er ins Ziel gekommen ist, war hoch verdient." Friesacher habe ganz bestimmt eine Zukunft in der Formel 1. Stoddart: "Ehemalige Minardi-Fahrer haben die Plätze eins, drei und fünf belegt. Das beweist, wie wichtig Privatteams sind, durch die junge Fahrer in die Formel 1 einsteigen können."
Kollision mit Coulthard
Friesachers Kampfgeist wurde auch in der einzig kritischen Situation belohnt. Als ihn David Coulthard überrunden wollte, konnte der Kärntner mit seiner vier Jahre alten Minardi-"Schnecke" nicht schnell genug ausweichen und wurde vom schottischen Red-Bull-Piloten leicht touchiert. "Ich wollte ihn eigentlich erst nach der Kurve vorbei lassen. Aber David kam derart angeflogen, dass alles viel zu schnell ging." Glücklicher Weise hielt sich bei Coulthard der Schaden in Grenzen. "Darüber bin ich sehr froh", so Friesacher.
Dem Kärntner ist freilich bewusst, dass er auch in den nächsten beiden Übersee-Rennen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wird. Der neue Minardi kommt erst in Imola, erstmals getestet wird er zwischen Malaysia und Bahrain. "Dann fahren wir den gleichen Motor wie Red Bull, das wird ein großer Schritt. Denn dann sind wir erstmals wirklich konkurrenzfähig."
Uralt-Minardi auch in Malaysia dabei
Bis dahin muss sich der Österreicher aber mit dem "Bastard" herumschlagen, was speziell in der Hitze von Malaysia wieder Schwerstarbeit verspricht. "Viele schnelle Kurven, es wird sicher noch schwieriger als in Melbourne", weiß Friesacher jetzt schon. "Als Rennfahrer willst du immer vorne mitfahren. Aber das ist mit unseren momentanen Möglichkeiten nicht drin." Selbst Stoddart witzelte: "Noch zwei Mal Schmerzen, dann sind wir endlich konkurrenzfähig." (apa/red)
