Rotweißroter Triumph in Kvitfjell: Hermann Maier gewinnt Abfahrt vor Mario Scheiber!
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- Walchhofer stürzt am Weg zur Abfahrts-Kristallkugel
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Steirerin gewinnt letztes Rennen in Lenzerheide!
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Ski/Bindung/Schuh passt. Gesamt-WC ist ein Thema!
·50. Weltcup-Sieg
für Hermann Maier!
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·Maier triumphiert bei Kvitfjell-Abfahrt!
2. Scheiber, Miller bleibt vor
Raich, Walchhofer gestürzt
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der Saison 2004/2005
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Hermann Maier ist in Kvitfjell seinem 50. Weltcup-Sieg wieder einen Schritt näher gekommen. Der Salzburger siegte auf der Olympiabakken-Piste vor seinem ÖSV-Teamkollegen Mario Scheiber, dem Schweizer Ambrosi Hoffmann und Gesamt-Weltcup-Leader Bode Miller. Da Verfolger Benjamin Raich Zwölfter wurde, baute der US-Amerikaner seine Weltcup-Führung von 29 auf 57 Punkte aus.
Die Entscheidung im Abfahrts-Weltcup wurde vertagt, da Leader Michael Walchhofer stürzte. Der Salzburger schied erstmals in einer Abfahrt seit 30. Jänner 2004 (Garmisch) aus, damit hat bei der abschließenden Abfahrt in Lenzerheide auch noch Miller Chancen auf die Kleine Kristallkugel. Allerdings nur noch theoretische, denn Walchhofers Vorsprung beträgt 93 Punkte.
Schwerer Sturz von Walchhofer
Der Abfahrts-Weltmeister 2003 überstand seinen spektakulären Sturz nach 80 Sekunden Fahrzeit nicht ganz unbeschadet. Beim 29-Jährigen wurde die alte Seitenbandverletzung im rechten Knie von Gröden 2004 wieder akut. Walchhofer verzichtete auf einen Start im Super G.
Überrascht von seinem ersten Abfahrtssieg seit 14. Februar 2004 (St. Anton) war Hermann Maier, der in der "Königsdisziplin" eigentlich bereits Richtung kommendem Olympia-Winter arbeitet und Hauptaugenmerk auf die richtige Abstimmung Schuh/Ski legt. "Mit einem Abfahrtssieg in dieser Saison habe ich nicht mehr gerechnet. Das war wichtig für die Motivation, die mir zuletzt schon ein wenig gefehlt hatte. Jetzt ist noch sehr viel möglich", so Maier, der am Sonntag im Super G nach seinem 50. Weltcup-Erfolg greift.
Maier trauert dem Gesamt-Weltcup nach
Damit würde der Flachauer in der ewigen Bestenliste mit Alberto Tomba gleichziehen und nur noch die schwedische Skilegende Ingemar Stenmark (86 Siege!) vor sich haben. Angesichts der Tatsache, dass Maier nun nur noch 237 Punkte hinter Miller zu finden ist, ärgerte sich der ÖSV-Star ein wenig über seine schwache Form im Dezember: "Sonst hätte ich jetzt wohl große Chancen auf den Gesamtsieg."
Von seinen Fortschritten in der Abstimmungsfrage ist Maier begeistert. "Ich habe etwas Neues entdeckt, über das sich noch einige Atomic-Kollegen freuen werden." Offiziell hält Maier nun bei 49 Weltcup-Siegen, für ihn persönlich hat er aber bereits jetzt den 50er geknackt. Der 31-Jährige zählt nämlich nach wie vor den ihm aberkannten Val d'Isere-Sieg dazu, Maier war im Dezember 1997 in Frankreich als Sieger disqualifiziert worden, weil er vor dem roten Strich einen Ski abgeschnallt hatte.
Scheiber über Platz zwei: "Ich bin sprachlos"
Sensationell war die Leistung von Mario Scheiber, der gleich bei seiner ersten Abfahrt in Kvitfjell Zweiter wurde. "Ich bin sprachlos, im Moment geht alles sehr einfach. Ein Traum, auf dem Podest neben Leuten zu stehen, die vor kurzem noch meine großen Vorbilder waren. Ein unglaubliches Gefühl, ich hoffe, dass ich bald ganz oben stehen darf", freute sich Scheiber, der nun 405 Punkte auf dem Konto hat und damit in Lenzerheide in allen Disziplinen starten darf.
ÖSV-Herren-Chef Toni Giger kündigte bereits an, dass der Youngster aus der Trainingsgruppe WC4 in der kommenden Saison auch im Slalom an den Start gehen wird. "In allen vier Disziplinen zu starten, ist immer schon mein großes Ziel gewesen", so der Tiroler.
Abfahrts-Weltcup: Walchhofer denkt schon an Lenzerheide
Michael Walchhofer wurde mit dem Sturz bei sehr schlechten Sichtverhältnissen zwar ein Dämpfer versetzt, der Hotelier aus Zauchensee ist aber sicher: "Ich fühle mich so stark, dass ich mir den Weltcup eben in Lenzerheide hole." Und Walchhofer versicherte, dass er auch in Lenzerheide voll auf Angriff fahren wird. "Ich werde voll auf Sieg fahren. Ich will Rennen gewinnen und nicht mit einem 23. Platz Abfahrts-Weltcup-Sieger werden."
Kritik gab es für die norwegischen Veranstalter von Walchhofer und Giger. Giger hatte bereits vor dem Sturz mehrmals über Funk angeregt, auf Grund der schlechten Sicht die Bodenmarkierungen in dieser Passage nachziehen zu lassen. Dies geschah jedoch erst nach dem Sturz von Walchhofer. "Ein klares Versäumnis der Veranstalter", so Giger. Die Norweger hatten zu wenige Arbeiter auf Abruf gehabt.
Stark verkühlt und nicht ganz zufrieden zog Benni Raich nach seiner ersten Kvitfjell-Abfahrt aus dem Zielraum ab. "Vom Punkteabstand zu Bode Miller haben wir uns das in etwa so vorgestellt, aber die Sicht bei meiner Fahrt war extrem schlecht. Bei normaler Sicht wäre ein Top-10-Ergebnis möglich gewesen."
| Ergebnis Weltcup-Abfahrt der Herren in Kvitfjell: | |||||
| 1. | Hermann Maier | AUT | 1:46,10 Minuten | ||
| 2. | Mario Scheiber | AUT | 1:46,23 | +0,13 Sek. | +3,71 m |
| 3. | Ambrosi Hoffmann | SUI | 1:46,41 | +0,31 | +8,84 m |
| 4. | Bode Miller | USA | 1:46,75 | +0,65 | +18,48 m |
| 5. | Daron Rahlves | USA | 1:46,86 | +0,76 | +21,59 m |
| 6. | Marco Büchel | LIE | 1:47,03 | +0,93 | +26,37 m |
| 7. | Christoph Gruber | AUT | 1:47,04 | +0,94 | +26,65 m |
| 8. | Silvan Zurbriggen | SUI | 1:47,10 | +1,00 | +28,34 m |
| 9. | Fritz Strobl | AUT | 1:47,12 | +1,02 | +28,90 m |
| 10. | Didier Defago | SUI | 1:47,13 | +1,03 | +29,18 m |
| 11. | Kjetil-Andre Aamodt | NOR | 1:47,16 | +1,06 | +30,02 m |
| 12. | Benjamin Raich | AUT | 1:47,21 | +1,11 | +31,42 m |
| 13. | Erik Guay | CAN | 1:47,22 | +1,12 | +31,70 m |
| 14. | Peter Fill | ITA | 1:47,23 | +1,13 | +31,98 m |
| 15. | David Poisson | FRA | 1:47,26 | +1,16 | +32,82 m |
| 16. | Yannick Bertrand | FRA | 1:47,30 | +1,20 | +33,94 m |
| 17. | Johann Grugger | AUT | 1:47,40 | +1,30 | +36,74 m |
| 18. | Pierre-Emmanuel Dalcin | FRA | 1:47,48 | +1,38 | +38,97 m |
| 19. | Aksel Lund Svindal | NOR | 1:47,50 | +1,40 | +39,53 m |
| 20. | Werner Franz | AUT | 1:47,51 | +1,41 | +39,80 m |
| 21. | Alessandro Fattori | ITA | 1:47,63 | +1,53 | +43,14 m |
| 22. | Klaus Kröll | AUT | 1:47,75 | +1,65 | +46,48 m |
| 23. | Francois Bourque | CAN | 1:47,79 | +1,69 | +47,59 m |
| 24. | Andreas Schifferer | AUT | 1:47,80 | +1,70 | +47,86 m |
| . | Kristian Ghedina | ITA | 1:47,80 | +1,70 | +47,86 m |
| 26. | Konrad Hari | SUI | 1:47,93 | +1,83 | +51,46 m |
| 27. | John Kucera | CAN | 1:48,04 | +1,94 | +54,50 m |
| 28. | Cornel Züger | SUI | 1:48,06 | +1,96 | +55,05 m |
| . | Kurt Sulzenbacher | ITA | 1:48,06 | +1,96 | +55,05 m |
| 30. | Florian Eckert | GER | 1:48,15 | +2,05 | +57,53 m |
(apa/red)
