Leichtathletik EM in Madrid: Susanne Pumper holt Bronze über 3.000 Meter!
- Auf die "Silberne" fehlte weniger als eine Sekunde!
- PLUS: So holten Schwarzl und Mayr-Krifka ihre Medaillen
·Schwarzl mit Bronze
im Siebenkampf!
LA-EM: Mayr-Krifka holt sich
über 200 Meter "Silberne"!
·Mayr-Krifka über 200 Meter mit Silber
LA-EM: Nur 3/100 hinter Europameisterin Lalowa
·Weidlinger verpasst
Medaille nur knapp
Oberösterreicher wird über 3.000 Meter nur Vierter
·LA-Hallen-EM: Zeit-Plan ÖLV-Athleten
In welchem Bewerb und wann starten Österreicher!
Susanne Pumper hat am Sonntag bei den 28. Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften in Madrid das vor drei Jahren im Dusika-Stadion Versäumte nachgeholt. Die 34-jährige Wienerin, 2002 bei der Heim-EM mit 1,57 Sekunden Rückstand auf Bronze Vierte, wurde in 8:47,74 Minuten Dritte über 3.000 m und eroberte damit ihre erste Medaille bei einem Großereignis. Damit machte Pumper den Medaillen-Hattrick für den ÖLV in nur einer Stunde in Madrid perfekt. Bereits zuvor hatten Sprinterin Karin Mayr-Krifka Silber über 200 m und Mehrkämpfer Roland Schwarzl Siebenkampf-Bronze erobert.
"Dieser dritte Platz ist eine unglaubliche Erfahrung, auf der letzten Runde war ich total kaputt, sie war ziemlich schwierig. Ich hatte Angst, dass ich im Ziel stürze, so müde war ich", lautete der erste Kommentar der total erschöpften ÖLV-Rekordlerin, die nur der polnischen Topfavoritin Lidia Chojecka sowie der aus Ostafrika stammenden Türkin Tezeta Desalegn-Dengersa (8:46,65) den Vortritt lassen musste. Allerdings trennten Pumper am Ende nur 2/100 Sekunden von der viertplatzierten Deutschen Sabrina Mockenhaupt, der sie bis zur Ziellinie ein packendes Duell um Bronze geliefert hatte.
Künftig wird man die Mutter der knapp neunjährigen Victoria, die erst sehr spät mit der Leichtathletik als Leistungssport begann, jedoch nicht mehr auf der Bahn, sondern vorwiegend auf der Straße sehen. Pumper gab in Madrid ihren Abschied von der Stadion-Leichtathletik, bereits am 22. Mai wird sie den Wiener Halbmarathon bestreiten. Ihr erstes großes Ziel lautet Qualifikation für die Halbmarathon-Weltmeisterschaften am 1. Oktober in Edmonton (kanadische Provinz Alberta).
Ihren Durchbruch verdankt das 1,70 m große und knapp 50 kg schwere Leichtgewicht nicht zuletzt dem Wechsel zu Helmut Stechemesser, dem aus Ostdeutschland stammenden und in Oberösterreich lebenden Trainer, der bereits Theresia Kiesl (größter Erfolg Olympia-Dritte 1.500 1996 in Atlanta) und Stephanie Graf (Olympia-Zweite 800 m 2000 m Sydney) zu zahlreichen Medaillen geführt hatte. "Laufen muss ich, aber für die Feinstabstimmung ist Helmut zuständig. Ich würde sagen sein Anteil hält sich mit meinem mit 50:50 die Waage", erklärte die Langstreckenläuferin, die wegen ihrer Spurtqualitäten auf Schlussrunden seit der WM in Sevilla 1999, wo sie bei ihrem ersten Großereignis gleich sensationell ins Finale eingezogen war, den Beinamen "Turbo-Susi" bekommen hat.
Lichtenegger nach zwei Fehlstarts disqualifiziert
Für Elmar Lichtenegger ist am Sonntag das Finale über 60 m Hürden bei den Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften in Madrid vorzeitig vorbei gewesen. Der Kärntner wurde nach dem zweiten Fehlstart disqualifiziert. Bei zwei weiteren Fehlstarts wurden der Lette Stanislavs Olijars und der Franzose Sebastien Denis ausgeschlossen. Gold holte sich der Franzose Ladji Doucoure in 7,50 Sekunden vor dem Spanier Felipe Vivancos (7,61) und dem Schweden Robert Kronberg (7,65).
(apa)
