Sonntag, 6. März 2005

Weltcup-Springen in Lahti: Morgenstern auf Rang drei - Höllwarth wird nur Neunter

  • Finne Matti Hautamäki gewann vor Norweger Ljökelsöy
  • Ahonen kann mit Rang 4 Gesamt-Weltcup nicht sichern

Nach dem dritten Rang für die Doppel-Weltmeister im Mannschaftsbewerb am Samstag durfte sich ein ÖSV-Adler in der Weltcup-Veranstaltung von Lahti auch über einen Podestplatz im Einzelbewerb freuen. Thomas Morgenstern flog am Sonntag auf 126 und 125,5 Meter und somit auf den dritten Platz hinter dem finnischen Tagessieger Matti Hautamäki (127,5/124,5), der mit der Gesamtnote von 270,0 einen Punkt vor dem Norweger Roar Ljökelsöy (123,5/128,5) und 3,9 vor dem 18-jährigen Morgenstern gewann.

Saison-Seriensieger Janne Ahonen (das Dutzend ist seit Titisee voll) vergab als Vierter die Chance auf den vorzeitigen Sieg im Gesamt-Weltcup. Dass der 27-jährige Großschanzen-Weltmeister aber bei den noch ausständigen fünf Springen in Kuopio (Mittwoch), Lillehammer (Freitag), Oslo (Sonntag) und Planica (19./20. März) locker die fehlenden Punkte holt, daran zweifelt wohl keiner. Für seinen Landsmann Hautamäki war es übrigens der zweite Saisonsieg nach Pragelato und der insgesamt zwölfte.

ÖSV-Trainer Alexander Pointner freute sich über den achten Saison-Stockerlplatz seines jungen Schützlings besonders, hatte doch dieser wie auch seine Kollegen im Lahti-Training nicht unbedingt überzeugt. "Heute wäre vielleicht sogar sein erster Saisonsieg möglich gewesen," meinte der Tiroler, der den Wackler von Morgenstern nach dem Aufsprung im ersten Durchgang und die dadurch schlechteren Haltungsnoten ansprach.

Höllwarth zeigte schöne Sprünge ohne der nötigen Weite
Weniger gut ging es Martin Höllwarth, der stilistisch schön, aber nicht weit genug (120/121,5) sprang. "Gute Sprünge, aber nicht unbedingt seine Schanze", charakterisierte Pointner die Vorstellung des Tirolers, der in der Weltcup-Gesamtwertung daher auch Rang zwei an Ljökelsöy (seine 128,5 im zweiten Durchgang bedeuteten Tageshöchstweite) verlor. Der Norsker liegt mit nunmehr 1.158 Punkten 418 hinter Ahonen und 43 vor Höllwarth, während Morgenstern (538 hinter Ahonen) seinen sechsten Platz festigte, sich aber noch um den einen oder anderen Platz (Jakub Janda und Adam Malysz sind durchaus in Reichweite) verbessern könnte.

Mannschaftlich blieben die Österreicher am Sonntag klar unter ihren Möglichkeiten. Der bei der WM so starke Wolfgang Loitzl (112,5/116) musste sich mit Rang 23 begnügen, Florian Liegl (113/115,5) kam auf Platz 27. Andreas Kofler, Martin Koch und Andreas Goldberger verpassten klar den Finaldurchgang, wobei vor allem "Goldi" mit der Schanze und den Verhältnissen überhaupt nicht zurecht kam. Andreas Widhölzl pausierte nach seiner Grippe weiterhin, sollte aber am Mittwoch in Kuopio wieder am Start sein.

Weltcupbewerb der Skispringer in Lahti:
1.Matti HautamäkiFIN270,0 (127,5/124,5)
2.Roar LjökelsöyNOR269,0 (123,5/128,5)
3.Thomas MorgensternAUT266,1 (126,0/125,5)
4.Janne AhonenFIN264,9 (125,0/125,0)
5.Jakub JandaCZE263,0 (124,0/125,5)
6.Michael UhrmannGER258,7 (121,5/127,0)
7.Adam MalyszPOL255,5 (125,0/122,0)
8.Georg SpäthGER253,3 (119,5/126,0)
9.Martin HöllwarthAUT246,6 (120,0/121,5)
10.Lars BystölNOR246,0 (116,0/126,0)
11.Tommy IngebrigtsenNOR241,0 (115,5/124,0)
12.Henning StensrudNOR239,2 (117,5/121,0)
13.Andreas KüttelSUI237,0 (116,0/121,0)
14.Simon AmmannSUI235,7 (114,5/121,5)
15.Rok BenkovicSLO234,9 (114,5/123,0)
16.Jernej DamjanSLO234,5 (114,0/123,0)
17.Daniel ForfangNOR232,7 (112,5/123,5)
18.Michael NeumayerGER230,8 (113,5/122,0)
19.Risto JussilainenFIN230,4 (116,0/119,0)
20.Kalle KeituriFIN228,7 (118,5/115,0)
21.Michael MöllingerSUI227,3 (112,0/121,0)
22.Björn Einar RomörenNOR225,8 (111,0/122,0)
23.Wolfgang LoitzlAUT220,2 (112,5/116,0)
24.Primoz PeterkaSLO217,7 (110,0/118,5)
25.Noriaki KasaiJPN217,5 (110,5/116,5)
26.Dmitrij IpatowRUS216,2 (110,0/118,5)
27.Florian LieglAUT213,2 (113,0/115,5)
.Jussi HautamäkiFIN213,2 (111,5/114,5)
29.Martin SchmittGER212,7 (112,5/113,5)
30.Jörg RitzerfeldGER209,1 (108,5/115,5)

Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert: 38. Andreas Kofler, 44. Martin Koch, 49. Andreas Goldberger (alle AUT)

(apa)

6.3.2005 15:49