Freitag, 4. März 2005

Knalleffekt im österreichischen Tennis: Schaller wird der neue ÖTV-Sportdirektor

  • Der ehemalige Spieler tritt die Nachfolge von Franker an
  • Franker beendet Tätigkeit mit Ende April nach 2 Jahren

Gilbert Schaller wird ab 1. Mai neuer ÖTV-Sportdirektor. Der Vertrag von Stan Franker wird nicht verlängert, das auf 20 Wochen im Jahr beschränkte Engagement des Niederländers wird nach zwei Jahren beendet. "Schaller wird unser Mann für das Tagesgeschäft, er hat ein sehr gutes Konzept vorgelegt", verkündete ÖTV-Präsident Ernst Wolner.

Franker, der vor rund 20 Jahren maßgeblichen Anteil am Aufstieg der "Musketiere" Thomas Muster, Horst Skoff und Alexander Antonitsch hatte, konnte das "Tennis-Wunder" also nicht wiederholen. Die hochgesteckten Ziele von mehreren Spielern in den Top 100 bei Damen und Herren sind nicht erfüllt worden, für Franker war auch die auf 20 Wochen limitierte Verpflichtung letztlich nur eine "halbe Lösung".

Doch schon die reduzierte Form kostete dem Verband sehr viel Geld - letztlich zu viel Geld. Kolportiert sind 5.000 Euro pro Woche exklusive Spesen. "Franker ist es immerhin geglückt, die Südstadt wieder als Leistungszentrum zu etablieren. Er hat es leider nicht geschafft, dass der eine oder andere Landesverband mitzieht", so Wolner.

Mit Schaller macht Prof. Wolner, der in seinem neunten Jahr als ÖTV-Präsident tätig ist, einen neuen Anlauf. "Er hat sich unheimlich weiter entwickelt. Eigentlich wollte ich ihn schon vor sechs Jahren verpflichten", gestand der Herz-Chirurg. Schaller wird der Chef für das tägliche Geschäft und auch die Südstadt und wohl auch eng mit Thomas Muster zusammenarbeiten. "Die zwei verstehen sich sehr gut", weiß Wolner.

(apa/red)

4.3.2005 10:56