DFB-Cup: Bayern überfahren Freiburg und Ibertsberger mit haushohen 7:0-Kantersieg
- Werder, Schalke und Bielefeld komplettieren Semifinale
- Bremen gegen Bayern-Amateure ohne Probleme
Der österreichische Teamspieler Andreas Ibertsberger hat wohl eine der schwärzesten Stunden seiner Karriere erlebt. Der Ex-Salzburger ging mit seinem Klub SC Freiburg im DFB-Cup-Viertelfinale vor eigenem Publikum gegen Bayern München mit 0:7 (0:5) unter und musste dabei über die gesamte Spielzeit auf dem Platz stehen. Die Treffer für die Bayern, die ebenso wie schon am Dienstag Titelverteidiger Werder Bremen, Schalke 04 und Arminia Bielefeld ins Semifinale einzogen, erzielten Pizarro (4), Ballack, Makaay und Hashemian.
Die Bayern, für die der Auftritt in Freiburg von Beginn an nicht mehr als ein lockeres Trainingsspiel war, feierten damit ihren höchsten Cup-Sieg gegen einen Erstligisten.
Auch Titelverteidiger Werder Bremen, Arminia Bielefeld und Schalke 04 haben das Halbfinale des deutschen Fußball-Cups erreicht. Die Bremer setzten sich locker mit 3:0 (2:0) bei den Amateuren des FC Bayern München durch, Bielefeld besiegte den Bundesliga-Rivalen FC Hansa Rostock 1:0 (0:0). Im dritten Spiel des Abends gewann Schalke 04 3:1 (2:1) gegen Hannover 96 (ohne Roman Wallner).
Schalke-Matchwinner war wieder Mike Hanke. Nur 51 Stunden nach seinem 1:0-Siegtor über Hannover in der Bundesliga bescherte der 21-jährige Stürmer dem Revierklub mit zwei Treffern gegen denselben Gegner die 17. DFB-Pokal-Halbfinalteilnahme der Vereins-Geschichte. Vor 56.932 Zuschauern glich Gerald Asamoah (39.) die vorübergehende Führung der Gäste durch Nebojsa Krupnikovic (27./Foulelfmeter) aus. Hanke traf in den Minuten 42 und 53 zur endgültigen Wende. Schalke, Ailton saß nur auf der Bank, darf nun weiter vom Double träumen.
DFB-Double-Gewinner Bremen war eine Nummer zu groß für die kleinen Bayern und ist bei Eis und Schnee im Schongang ins Pokal-Halbfinale gerutscht. Glanzlos, aber hochverdient setzte sich Werder bei widrigen Bedingungen durch. Für die Bremer waren auf dem kaum bespielbaren Platz im Grünwalder Stadion der zweifache Torschütze Tim Borowski (8./60.) sowie Valerien Ismael (22.) mit einem Foulelfmeter erfolgreich. "Hoffentlich hat auch der Letzte begriffen, dass dies nichts mit Fußball zu tun hat. Das war Zufall pur", war Werder-Trainer Thomas Schaaf über die Platzverhältnisse verärgert.
Die Bayern-Amateure wurden mit Thomas Linke, Torsten Fink, Alexander Zickler und Paolo Guerrero von den "großen" Bayern verstärkt, zuvor hatte der Regionalligist u.a. Borussia Mönchengladbach und Alemannia Aachen ausgeschaltet.(apa/red)
