Debakel oder Sensationssieg im Daviscup:
Die Australier sind Down Under der Favorit
- Jürgen Melzer: "Ein 1:1 nach erstem Tag muss her"
- Sydney: Duell in der Weltgruppe vom 4. bis 6. März
Österreich Tennis-Daviscup-Team steht vor einer schwierigen Aufgabe: Im ersten Auswärts-Länderkampf der Kapitäns-Ära von Thomas Muster müssen Jürgen Melzer und Co. von Freitag bis Sonntag in Sydney gegen den 28-fachen Daviscupsieger Australien antreten. Die "Aussies" sind, angeführt vom Weltranglisten-Zweiten und Australian-Open-Finalisten Lleyton Hewitt klare Favorits. Doch Österreichs Nummer eins, Jürgen Melzer, der heuer u.a. auch schon mit einem glatten Sieg über Andre Agassi auf sich aufmerksam gemacht hat, sieht in den Gastgebern kein "Horrorlos".
"Es wird eine sehr schwierige Aufgabe, aber wir sind dort nicht chancenlos, und fahren hin, um zu gewinnen. Die haben keinen richtigen zweiten Spieler, der brandgefährlich ist, insofern ist da immer alles möglich", hofft Melzer. Die Australier verfügen allerdings mit Hewitt über einen absoluten Superstar und sind auf Rasen im Doppel auch klar zu favorisieren. "Natürlich muss man davon ausgehen, dass Hewitt seine zwei Einzel gewinnt, und Todd Woodbridge ist für mich der beste Rasendoppelspieler der Welt", meinte Melzer gegenüber der APA.
Allerdings müsse sich auch Österreich im Doppel nicht verstecken. "Julian Knowle war auf Rasen im Wimbledonfinale, ich war in Melbourne im Halbfinale, wir haben auch im Doppel unsere Chancen." Solche Erfolge seien auch gut, weil dadurch der Respekt des Gegners etwas größer werde.
Erster Tag wird entscheidend sein
Will das ÖTV-Team am Olympia-Schauplatz 2000 die Sensation schaffen, dann muss schon am Freitag ein Einzelpunkt her, bestätigt Melzer. "Wenn ich meine Partie nicht gewinne am ersten Tag, dann wird's schwierig. Unsere Nummer zwei ist gegen Hewitt sicherlich krasser Außenseiter. Es muss ein 1:1 her nach dem ersten Tag."
Vom Ambiente her erwartet Melzer ein "richtiges Tennisfest" im Sydney International Tennis Centre, das im Olympic Parc liegt. "Sie werden täglich ausverkauft sein, die haben genügend Fans, die richtige gute Stimmung machen", weiß Melzer, der in Sydney heuer schon im Doppel-Halbfinale gestanden ist, und dort selbst am späten Abend vor vollem Stadion gespielt hat.
Vom Sensationssieg bis zum Debakel hält Melzer alles für möglich: "Wenn wir gut spielen, haben wir sicher eine Chance und wenn nicht, dann werden wir untergehen."
(apa/red)
