Freitag, 4. März 2005

"Hochburgen" der Parteien im Jahr 2000: 5-mal 100% für VP, SP in Golling am stärksten

  • Bestes blaues Ergebnis in Bad Deutsch-Altenburg
  • Neunkirchen brachte bestes Ergebnis für Grüne

Fünf Mal 100 Prozent der Stimmen hatte die ÖVP bei den NÖ Gemeinderatswahlen 2000 erreicht. Diese "Hochburgen" - wo nur die ÖVP angetreten war - waren Schönbach (Bezirk Zwettl), Brunn a.d. Wild und Röhrenbach (Bezirk Horn) sowie Aderklaa und Parbasdorf (Bezirk Gänserndorf).

In sieben weiteren Gemeinden hatte die Volkspartei - "mit Konkurrenz" - mehr als 90 Prozent erzielt. Der Fall war das in Drasenhofen im Bezirk Mistelbach (94,4 Prozent), Ertl im Bezirk Amstetten (94,3), Japons im Bezirk Horn (93,2), Gaubitsch (92,3), Falkenstein (91,5) und Schrattenberg (91,4), alle im Bezirk Mistelbach, sowie in St. Bernhard-Frauenhof im Bezirk Horn (90,9 Prozent).

"Hochburg" der SPÖ bei der Wahl vor fünf Jahren war Golling a.d. Erlauf im Bezirk Melk mit 84,9 Prozent. Ein "Achter" stand mit 82,6 Prozent auch vor dem Ergebnis in Wimpassing im Schwarzatale (Bezirk Neunkirchen). 79,1 Prozent erreichten die Sozialdemokraten in Hirtenberg (Bezirk Baden).

Die Freiheitlichen hatten in Bad Deutsch-Altenburg im Bezirk Bruck a.d. Leitha mit 38,3 Prozent ihr mit Abstand bestes Ergebnis erzielt. Auf den Plätzen im internen Ranking lagen Altmelon im Bezirk Zwettl (27,9 Prozent) und Obritzberg (24,7 Prozent). In der Gemeinde im Bezirk St. Pölten kandidiert die FPÖ 2005 nicht mehr.

Die Grünen waren - nach eigenen Angaben - im Jahr 2000 mit 15,7 Prozent in der Stadt Neunkirchen am stärksten. In Kreuttal und Wolkersdorf im Weinviertel (jeweils Bezirk Mistelbach) erreichten sie 15,2 bzw. 13,7 Prozent.

33. Amtsjahr für Seibersdorfer Bürgermeister
Die niederösterreichische Kommunalpolitik kann auch mit wahren "Urgesteinen" als Bürgermeister aufwarten. So ist Paul Renner (V) in Seibersdorf (Bezirk Baden) im 33. Jahr, Karl Schrattenholzer (V) in Neidling (Bezirk St. Pölten) seit zwei Jahrzehnten im Amt. Beide werden in ihren Gemeinden auch am 6. März wieder als VP-Spitzenkandidaten antreten.

Das "Urgestein" schlechthin im Land nimmt mit der bevorstehenden Wahl hingegen Abschied vom Bürgermeistersessel. Kurt Schagerer (S) übte das Amt des Stadtchefs in Pitten (Bezirk Neunkirchen) nicht weniger als 43 Jahre lang aus. Insgesamt fünf Jahrzehnte gehörte er dem Gemeinderat an.

Zur ÖVP "zurückgekehrt" ist der Bürgermeister von Furth a.d. Triesting (Bezirk Baden), Franz Seewald. Er war im Dezember 1993 zum LIF übergetreten und 1995 sowie 2000 mit der LFS (Liste Franz Seewald) bei den Kommunalwahlen angetreten. Für den Urnengang am 6. März ist er wieder Spitzenkandidat der Volkspartei.

In Gießhübl (Bezirk Mödling) geht die ÖVP mit Franz Renkin ins Rennen. Der Frontmann in der Gemeinde ist ehemaliger Bundes- und Landesgeschäftsführer der Grünen. Bei der SPÖ weist die Kandidatenliste in Rohrbach a.d. Gölsen (Bezirk Lilienfeld) einen Frauenanteil von nicht weniger als 75 Prozent auf. An der Spitze steht die Ärztin Gisela Malekpour.
(apa)

4.3.2005 11:41