Samstag, 5. März 2005

Machtprobe in Tschechien: Gross gewann die parteiinterne Vertrauensabstimmung

  • Premier bleibt auch nach Immobilien-Affäre im Amt
  • Von 143 Mitgliedern stimmten nur 27 gegen Gross

Der tschechische Regierungschef Stanislav Gross hat das Vertrauen seiner Sozialdemokratischen Partei (CSSD) erhalten und wird wegen seiner privaten Immobilien-Affäre, die eine Koalitionskrise verursachte, nicht zurücktreten. Der Exekutivausschuss der CSSD hat ihn auf einer außerordentlichen Sitzung in Prag mit einer deutlichen Mehrheit unterstützt. Von den 134 anwesenden Mitgliedern des Leitungsgremiums haben 102 Gross das Vertrauen ausgesprochen, 27 haben gegen ihn gestimmt, die übrigen Stimmen waren ungültig.

Das Ergebnis bedeutet, dass Gross von dem CSSD-Ausschuss eine klare Unterstützung erhalten hat, wie er sie sich gewünscht hatte. Gross hatte vor einigen Tagen seine Rücktrittsabsicht für den Fall angekündigt, dass er keine ausreichende Unterstützung erhalte. Gross bedankte sich nach der geheimen Abstimmung bei den Mitgliedern für die Unterstützung. (apa/red)

5.3.2005 12:28