US-Soldaten unter Druck: Neuer Bericht über Misshandlungsvorwürfe im Irak
- Dokumentation von 13 militärinternen Ermittlungen
- Bei Verfahren niemand zur Verantwortung gezogen
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Die US-Streitkräfte haben einen 1.200 Seiten starken Bericht über Misshandlungsvorwürfe gegen im Irak stationierte Soldaten veröffentlicht, die nie zur Verantwortung gezogen wurden. Darunter ist unter anderem der auf Video festgehaltene Fall eines Soldaten, der auf einen schwer verletzten und gefesselten Iraker eintrat. Bei dem Bericht handelt es sich um die Dokumentation von insgesamt 13 von den Streitkräften eingeleiteten Ermittlungsverfahren, die jedoch zu keinem Ergebnis führten.
Die Amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU, die auf Herausgabe der Dokumente geklagt hatte, sieht in dem Bericht einen "weiteren Hinweis darauf, dass die Misshandlung von Häftlingen im Irak und in Afghanistan weit verbreitet war". Die ACLU hat in der Vergangenheit bereits die Ergebnisse von 129 weiteren militärinternen Ermittlungsverfahren erhalten, anders als der aktuelle Bericht waren diese jedoch nicht an die Medien weitergeleitet worden.
Jameel Jaffer von der ACLU erklärte, angesichts der großen Zahl der bekannten Fälle sei unverständlich, dass noch kein hochrangiger Offizier oder Regierungsbeamter zur Verantwortung gezogen worden sei. Am Mittwoch hatte die ACLU wegen der Misshandlungen von Gefangenen im Irak und in Afghanistan Klage gegen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eingereicht. (apa/red)
