Druck auf Syrien wird immer größer: Bush verlangt Abzug aus dem Libanon bis Mai
- US-Präsident droht: "Das ist nicht verhandelbar"
- Syrien plant angeblich Verlegung, aber nicht Abzug
·Syrien: Assad rea- giert auf den Druck
Präsident kündigte eine Rede vorm Parlament an
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Kronprinz Abdullah sprach mit syrischem Präsidenten
·Syriens Präsident verschiebt Besuch
Telefongespräch mit Bundespräsident Fischer
Syrien muss sich nach den Worten von US-Präsident George W. Bush bis Mai aus dem Libanon zurückziehen. "Das ist nicht verhandelbar", sagte Bush in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Der syrische Präsident Bashar al-Assad will sich am Samstag im Parlament zur Situation in der Region äußern. Libanesische Politiker gingen davon aus, dass Assad eine Verlegung der Truppen, nicht aber deren vollständigen Abzug aus dem Nachbarland ankündigt.
Der syrische Präsident werde seinen Plan für die Umsetzung des Abkommens von Taif darlegen, sagte ein libanesischer Exminister, der Kontakte nach Damaskus hat. In diesem Abkommen hatte Syrien schon 1989 einen Abzug aus dem Libanon zugesagt. Assad habe vor, die Soldaten in die Bekaa-Ebene im Osten des Libanons zu verlegen, kündigte der Gewährsmann an, der anonym bleiben wollte. Ähnlich äußerte sich der libanesische Verteidigungsminister Abdul Rahim Murad.
Bush machte unterdessen deutlich, dass die USA einen vollständigen Abzug aller Syrer aus dem Nachbarland erwarten. Dabei gehe es nicht nur um die im Libanon stationierten Soldaten, sondern auch um den Geheimdienst, sagte der US-Präsident der "New York Post". "Ich denke, wir haben eine gute Chance, dieses Ziel zu erreichen und sicherzustellen, dass die (libanesischen) Wahlen im Mai fair verlaufen", sagte Bush und fügte hinzu: "Ich glaube nicht, dass es faire Wahlen geben kann, wenn syrische Truppen anwesend sind." Syrien werde aber nicht mit einem militärischen Eingreifen gedroht. (apa)
