Brutaler und machtbesessener Clan: Sohn von Saddam Hussein wollte Vater stürzen
- Soll durch US-Einmarsch verhindert worden sein
- CNN: Zahl der gefallenen Soldaten steigt auf über 1.500
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Der älteste Sohn des irakischen Ex-Machthabers Saddam Hussein, Uday, soll einem Medienbericht zufolge im Jahr 2003 geplant haben, seinen Vater zu stürzen. Das Vorhaben scheiterte jedoch, weil die US-Truppen vorher in Bagdad einmarschierten, wie der Journalist Peter Arnett in einem Artikel für die April-Ausgabe des US-Magazins "Playboy" berichtete.
Der für seine Skrupellosigkeit und seinen ausschweifenden Lebensstil bekannte Uday habe für seine Umsturzpläne die Unterstützung der Fedayin-Miliz von Saddam Hussein gehabt, schrieb Arnett in dem Artikel weiter. Uday selbst war Oberbefehlshaber dieser Miliz.
Arnett zitiert in dem Artikel einen Brief des Fedayin-Kommandanten Maki Humudat vom 26. März 2003. Darin kündigt Humudat an, einer neuen Regierung unter Führung Udays loyal dienen zu wollen. Saddams ältester Sohn habe noch am selben Tag die Machtübernahme über seinen eigenen Fernsehsender erklären wollen, dieser sei jedoch bei Bombardements der auf Bagdad zurückenden US-Truppen zerstört worden, schrieb Arnett weiter. Dem Bericht zufolge hatte Uday schon seit zehn Jahren an der Bildung einer Schattenregierung gearbeitet. Uday und sein jüngerer Bruder Kusay wurden nach dem US-Einmarsch im Juli 2003 in der nordirakischen Stadt Mosul bei einem Feuergefecht mit US-Truppen getötet.
Arnett recherchierte nach eigenen Angaben 18 Monate für den Bericht und hatte demnach auch Zugang zum ehemaligen engsten Umfeld Udays. Der Journalist ist wegen seiner Berichterstattung aus dem Golfkrieg auch in Europa einem breiten Publikum bekannt geworden. Für seine Berichte aus dem Vietnam-Krieg erhielt er den Pulitzer-Preis. 2003 berichtete er für den US-Fernsehesender NBC aus dem Irak, wurde aber entlassen, nachdem er sich in einem Interview kritisch zur Militärstrategie der US-Armee äußerte.
Zahl der gefallenen US-Soldaten über 1.500
Die Zahl der im Irak-Krieg gefallenen US-Soldaten hat nach Angaben des Senders CNN am Donnerstag die Marke von 1.500.überschritten. Der Sender listete 1502 gefallene Soldaten auf. Das Pentagon bestätigte die Angaben nicht. Nach offizieller Zählung waren bis Donnerstag 16.00 Uhr MEZ 1494 US-Soldaten gefallen. Die Angaben über Gefallenen würden erst sorgfältig und in mehreren Abteilungen geprüft, ehe sie freigegeben würden, sagte eine Sprecherin. Das könne die Diskrepanz erklären.
In der ersten Kriegsphase vom Einmarsch am 19. März 2003 bis zum 30. April 2003, als Präsident George W. Bush das Ende der größeren Kampfhandlungen verkündete, fielen 139 Soldaten. Danach kamen die meisten Soldaten bei Bombenanschlägen ums Leben.
(apa/red)
