Mittwoch, 2. März 2005

Grauenhafte Taten: Ehefrau wirft Serien-mörder Fourniret acht neue Morde vor

  • Aussagen von Monique Olivier unpräzise & unbestätigt

Der französische Serienmörder Michel Fourniret hat nach Aussagen seiner Ehefrau acht weitere Morde auf dem Gewissen. Wie die Staatsanwaltschaft im südbelgischen Dinant bekannt gab, legte Monique Olivier ihrem 62-jährigen Mann in Vernehmungen seit dem 17. Februar nun auch die Ermordung von zwei Babysitterinnen und sechs anderen jungen Frauen zur Last. "Die Erklärungen sind ziemlich ungenau und wir sind dabei, sie zu überprüfen", sagte Staatsanwalt Arnoud d'Aspremont Lynden. Nach den jüngsten Angaben von Olivier brachte Fourniret seit 1987 insgesamt 20 Mädchen und Frauen um.

Die belgischen Ermittler sind allerdings nicht sicher, ob Olivier ihrem Mann zum Teil erfundene Taten zur Last legt, um ihre eigene Auslieferung nach Frankreich hinauszuzögern. In sechs Mordfällen wird ihr Mittäterschaft zur Last gelegt. In der Mehrzahl der Fälle hatte Fourniret seine Opfer vor der Tötung sexuell missbraucht. Er selbst gestand acht Morde und einen Mordversuch.

Die Mordserie kam durch Aussagen von Fournirets Frau seit dem vergangenen Sommer nach und nach ans Licht. An mehreren von Fourniret und Monique Olivier bezeichneten Orten wurden sterbliche Überreste der Opfer entdeckt. Die Mehrzahl der Morde verübte Fourniret offenbar in Frankreich. Vorläufig sitzt er in Belgien in Untersuchungshaft. Die Justizbehörden beider Länder versuchen ihre Ermittlungen abzustimmen und Fourniret möglichst bald den Prozess zu machen. (apa/red)

2.3.2005 21:07