Europa als Verbündeter: Abbas bittet um weitere EU-Hilfe und fordert Zuversicht
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Palästinenserpräsident Abbas hat die Europäische Union um weitere politische und wirtschaftliche Hilfe gebeten. Zudem forderte er Zuversicht für einen neuen Anlauf im Nahost-Friedensprozess. "Wir sprechen jetzt über eine neue Ära des Friedens und der Hoffnung", sagte er nach Gesprächen mit EU-Kommissionspräsident Barroso. "Wir sollten optimistisch sein. Wir müssen optimistisch sein."
Barroso hatte zuvor ebenso wie der EU-Repräsentant für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Solana, die Unterstützung der Union bei der Forderung der Palästinenser nach einem eigenen und lebensfähigen Staat wiederholt. Die EU will in diesem Jahr bis zu 250 Millionen Euro zur Unterstützung von Projekten der Palästinenserbehörde ausgeben. "Es ist wichtig, dass die palästinensische Bevölkerung fühlbare Zeichen der Solidarität und der Verbesserung der Lebensbedingungen spürt", sagte Barroso.
"Die EU steht hinter dem palästinensischen Volk beim Versuch, den Traum von einem eigenen Staat zu verwirklichen", sagte Solana. "Wir werden auch weiterhin helfen." Die Unterstützung gelte unter anderem für den Aufbau eigener Regierungs- und Verwaltungsstrukturen, für Sicherheitsfragen und für die Organisation der kommenden Parlamentswahl. "Wir werden bei Ihnen sein, bis wir am Ende der Road Map angekommen sind", so Solana.
Abbas forderte die EU auf, "eine noch politischere Rolle im Friedensprozess zu spielen". Er betonte: "Jede politische Hilfe der EU ist uns willkommen."
Zum blutigen Selbstmordattentat von Tel Aviv Ende vergangener Woche sagte Abbas: "Ich bekräftige erneut unsere Verurteilung solcher Anschläge. Sie können Fortschritte im Friedensprozess nur verzögern und haben schädliche Konsequenzen." (apa)
