Blutiges Jubiläum in Haiti: Tote bei Demo zum Jahrestag des Sturzes von Aristide
- Polizisten feuern auf Protestmarsch von Aristide-Treuen
- UN-Soldaten wurden an Hilfsaktion gehindert
Bei einer Protestkundgebung ein Jahr nach dem Sturz des damaligen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide sind in Haiti mindestens zwei Demonstranten erschossen worden. Polizisten feuerten auf den Protestmarsch, als die Aristide-Anhänger an einer Polizeisperre vorbeizogen. Als UN-Soldaten einschreiten und eines der Todesopfer mit einem Krankenwagen fortbringen wollten, wurden sie von der wütenden Menge vertrieben.
Aristide war am 29. Februar 2004 nach dreiwöchigen blutigen Unruhen aus dem Karibikstaat geflohen. Anschließend warf er den an diesem Tag zu einer Friedensmission in Haiti eingetroffenen US-Truppen vor, ihn ins Exil gezwungen zu haben. Im Juni wurden die US-Truppen von UN-Blauhelmsoldaten abgelöst. Trotzdem kommt es in Haiti immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften, Anhängern des Ex-Präsidenten und ehemaligen Rebellen. (apa/red)
