Sonntag, 6. März 2005

Kritik aus den eigenen Reihen: Korosec sieht Stillstand in der ÖVP-Frauenpolitik

  • Kämpferische Politik von Bundesregierung gefordert
  • "profil": "Die Frauen müssen sich zu Wehr setzen"

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt die frühere ÖVP-Generalsekretärin und Wiener Landtagsabgeordnete Ingrid Korosec heftige Kritik an der Frauenpolitik der Bundesregierung. "In der Frauenpolitik ist in den letzten Jahren Stillstand eingetreten", so Korosec. Die Rekordzahl von weiblichen Ministern allein sei keine Garantie für eine erfolgreiche Vertrauen von Frauenanliegen. "Es wird suggeriert, alles sei wunderbar. Optisch schaut alles toll aus, aber die Realität ist alles andere als zufriedenstellend."

Korosec fordert die Ausweitung der Ganztagsschule und ein verpflichtendes Pensionssplitting. In der Pensionsreform sei dieses nur auf freiwilliger Basis vorgesehen. Auch die Einkommensgrenze beim Kinderbetreuungsgeld sei kontraproduktiv, so die ÖVP-Politikerin.

"Die Frauen müssen sich zu Wehr setzen", meint Korosec im "profil"-Interview. Nur zu sagen, man wolle über die Situation der Frau nicht jammern, sei nicht genug. "Man muss auch kämpfen."

Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von "profil"!

6.3.2005 09:25