Opposition fordert ein Vaterschutzmonat:
SPÖ und Grüne wollen schnelle Umsetzung
- Finanzierungsfrage laut Rauch-Kallat noch offen
- Für Haubner im Rahmen der Kinderbetreuungszeit
Für Frauenministerin Rauch-Kallat ist ein Vaterschutzmonat durchaus "vorstellbar", allerdings sei die Finanzierungsfrage offen. "Wer zahlt's?", meinte Rauch-Kallat zuletzt gegenüber der APA. Dies ist für SPÖ und Grüne kein Problem. Beide fordern eine rasche Umsetung. Ein Vaterschutzmonat könnte im Rahmen der bereits jetzt möglichen Kinderbetreuungszeit gleich nach der Geburt des Kindes genommen werden, erklärte Sozialministerin Ursula Haubner (F) am Samstag. Einen Zwang zur Inanspruchnahme des Vaterschutzmonats oder der Kinderbetreuungszeit lehnt Haubner aber ab.
SPÖ-Familiensprecherin kündigte einen Antrag im Parlament in den nächsten Tagen an. Kuntzl zeigte sich erfreut, dass die Frauenministerin eine Idee der SPÖ aufgreife. Allerdings ist sie skeptisch, ob von dem Vorschlag Vaterschutzmonat nach der Behandlung durch die ÖVP noch etwas übrig bleibt.
Die Grüne Frauensprecherin Weinzinger will das Kostenargument auch nicht gelten lassen. "Dass es geht, wenn man will, hat die Regierung nicht zuletzt beim Kindergeld bewiesen", so Weinzinger im ORF-Radio.
Rauch Kallat hatte erklärt, sie könnte sich "vorstellen, dass der Vater unmittelbar nach der Geburt seines Kindes einen seiner Karenzmonate vorzieht." Die volle Bezahlung kann sie sich aber nicht vorstellen. Der Vaterschutzmonat wäre aber "sicher" ein Beitrag, um Väter für die Kinderbetreuung zu sensibilisieren.
Sozialministerin: Bereitschaft der Väter wird geprüft
"Im Rahmen der Evaluierung des Kinderbetreuungsgeldes wird auch geprüft, in welchem Ausmaß Väter bereit sind, die Kinderbetreuungszeit in Anspruch zu nehmen! So wie wir für die Mütter beim Kinderbetreuungsgeld die Wahlfreiheit erreicht haben, sollen auch Väter frei entscheiden können, ob und wann sie dieses bereits bestehende Angebot von mindestens 6 Monaten Kinderbetreuungszeit nützen", sagte Haubner in einer Aussendung.
Ein Zwang zum Vaterschutzmonat sei abzulehnen, weil dies eine "Bevormundung der Eltern" wäre. Partnerschaftliches Handeln könne man nicht durch Gesetze erzwingen, sondern dafür sei Überzeugungsarbeit notwendig", bekräftigte die Sozialministerin(apa)
