Donnerstag, 3. März 2005

Von der Werkbank ins Krankenbett: 21.000 Heimwerker müssen jährlich ins Spital

  • Falsche Handhabung der Geräte als häufigste Ursache
  • 71% verunglücken außerhalb der eigenen vier Wände

Ob Bastelarbeiten, Reparaturen am Haus oder Herumschrauben am neuen Regal: Heimwerken gehört zu den häufigsten Freizeitbeschäftigungen der Österreicher. Doch wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne - wie eine aktuelle Studie des Instituts "Sicher Leben" beweist: Alle 24 Minuten verletzt sich ein Heimwerker so schwer, dass er im Spital behandelt werden muss. Pro Jahr sind das 21.100 Personen.

"Und das sind nur die schweren Fälle. Dazu kommen noch jene Heimwerker, die ihre Wunden selbst versorgen oder nur den Hausarzt konsultieren", sagte "Sicher Leben"-Leiter Rupert Kisser am Donnerstag. 88 Prozent der Betroffenen sind übrigens Männer.

Gerade zu Frühlingsbeginn zieht es die Bastler ins Freie. Nicht verwunderlich also, dass sich 71 Prozent der Freizeithandwerker in Garten, Hof oder Garage verletzen, nur 29 Prozent verunglücken in den eigenen vier Wänden.

Falsche Anwendung der Geräte schlägt als Unfallursache Nummer eins zu Buche: 70 Prozent der Verletzten gaben an, Säge, Holzspaltmaschine, Handbohrer oder Schleifgerät nicht fachgerecht benutzt zu haben. Nur in sechs Prozent der Fälle war das gerät defekt. Ein Viertel aller Verletzungen geht auf das Konto von Sägen aller Art - damit ist es das gefährlichste Gerät in der Hobbywerkstatt.

Dieser blutigen Bilanz steht die krasse Selbstüberschätzung der Verunglückten gegenüber: Stolze 70 Prozent der im Spital behandelten Heimwerker bezeichneten sich selbst als "Heimwerkerprofi", nur 28 Prozent ließen Bescheidenheit walten und charakterisierten sich als "Gelegenheitshandwerker". (apa)

3.3.2005 14:51