Donnerstag, 3. März 2005

Premiere in Österreich: Polizeiliche Video- Überwachung auf Areal der SCS Vösendorf

  • Fünf Kameras fangen das Geschehen auf Parkplatz ein
  • Bänder müssen nach 48 Stunden gelöscht werden

Auf dem Gelände der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf ist die erste polizeiliche Videoüberwachung Österreichs installiert worden. Bei der Präsentation der - durch das Sicherheitspolizeigesetz ermöglichten - Anlage verwies Innenministerin Liese Prokop (V) heute, Donnerstag, darauf, dass diese Maßnahme präventiv mehr Sicherheit für Kunden und Angestellte von Europas größtem Einkaufszentrum bringen werde. Bei bereits begangenen Delikten könne das Bildmaterial zur Aufklärung herangezogen werden.

SCS-Vorstandsvorsitzender Maurizio Totta hob die gute Zusammenarbeit mit der Exekutive hervor. Die SCS habe eine Vorreiterrolle in Sachen Sicherheit, erinnerte Totta u.a. daran, dass im November 2003 ein Gendarmeriestützpunkt eröffnet wurde.

Rund 30.000 Fahrzeuge parken täglich bei der SCS
Täglich werden durchschnittlich 30.000 Fahrzeuge auf den SCS-Parkplätzen abgestellt. Der mit fünf - schwenkbaren - Kameras derzeit überwachte Bereich im öffentlichen Raum vor dem Eingang 5 ist - mit einer mehrsprachigen Tafel - klar gekennzeichnet. Der von der SCS zur Verfügung gestellte Überwachungsraum mit den Aufzeichnungsgeräten ist ständig mit zwei Personen besetzt. Die Bänder werden jeweils nach 48 Stunden gelöscht, zu Fahndungszwecken können Bilder herausgenommen werden.

Prokop bezifferte die Kosten für die gesamte Anlage mit 20.000 Euro. Es gebe bereits viele Anfragen aus Ballungsräumen. Nächster Standort werde ein öffentlicher Platz in Wien sein. Videoüberwachung sei zwar kein Allheilmittel, internationalen Erfahrungen zufolge schlage sich sinnvoll eingesetzte Videotechnik aber in einem deutlichen Rückgang der Kriminalität nieder. (apa/red)

3.3.2005 14:25