Mittwoch, 2. März 2005

"Hasen"-Jagd zu Ende: Prado will sich dem
österreichischen Willen nun doch beugen

  • Anstatt für drei Monate nur für vier Wochen in Spanien
  • Madrider Museum plant keine Klage gegen Albertina

In das Tauziehen um die Dürer-Grafiken im Madrider Prado Museum kommt Bewegung. Die Spanier teilten mit, die Entscheidungen der Wiener Albertina und des österreichischen Bundesdenkmalamtes über die verkürzte Leihzeit einiger Dürer-Bilder respektieren zu wollen. Zudem wollen die Spanier auf das Bild "Großes Rasenstück" für ihre Ausstellung verzichten.

Dennoch hoffe man weiterhin, dass die fünf sensiblen Dürer-Werke, die laut einer Entscheidung des Bundesdenkmalamtes anstatt für drei Monate nur für vier Wochen im Prado ausgestellt werden sollen, die gesamte Ausstellungszeit in Madrid bleiben dürfen, hieß es. In diesem Zusammenhang betonte das weltberühmte Museum, dass die Konservierungsstandards für die fünf sehr empfindlichen Bilder während der gesamten Ausstellungszeit speziell erhöht werden würden.

Die Vermutung, der Prado untersuche bereits rechtliche Wege, um die Albertina bei Vertragsbruch verklagen zu können, wurde in Spanien als falsch zurückgewiesen. Unter den Grafiken befindet sich auch der berühmte "Feldhase".

Das Museum akzeptiere auch die Entscheidung der österreichischen Behörden, wonach das "Große Rasenstück" wegen seines Zustandes in der Wiener Albertina verbleiben müsse. Das Bild werde auch nicht durch eine Kopie ersetzt. (apa)

2.3.2005 16:50