Schiffsunglück auf Donau: Ungarisches Schubschiff in Wachau auf Grund gelaufen
- Kollision mit Felsen wegen niedrigem Wasserstand
Ein ungarischer Schubschiffverband ist am Dienstagabend bei Joching/Wösendorf in der Wachau auf Grund gelaufen. Die Donau führt derzeit wenig Wasser, weshalb es nach Angaben des NÖ Feuerwehrkommandos zu einer Kollision mit einem Felsen gekommen war. Die genaue Unfallursache war am Mittwoch noch nicht klar. Der Abtransport des Wracks in den Hafen nach Krems dürfte sich jedoch noch verzögern, da in den Vormittagstunden kein "Abschlepp"-Schiff zur Verfügung stand.
Der Kapitän hatte das stromaufwärts fahrende Schiff nach dem Unfall gesichert ankern können. Der Feuerwehr gelang es anschließend mit Pumpen, den 2,5 Meter unter Wasser stehenden Wohntrakt des Schubverbandes wieder trocken zu bekommen, hieß es in einer Aussendung der Feuerwehr. Gegen Mitternacht habe der Wasserstand zu sinken begonnen. Taucher des Landesfeuerwehrverbandes konnten zwei Lecks am Schiff abdecken. In der Früh betrug der Wasserstand innerhalb des Schiffs nur noch etwa 30 Zentimeter.
Die Bergung des Wracks gestaltete sich für die Einsatzkräfte äußerst schwierig, denn des herrschte Glätte, eisiger Wind und eine Temperatur von sieben Grad unter Null. Seit den Abendstunden waren 60 Feuerwehrleute mit 16 Fahrzeugen an Ort und Stelle. Verletzt wurde niemand, es bestand auch keine Gefahr für die Umwelt. Im Hafen Krems soll das unter ungarischer Flagge fahrende Transportschiff entladen und repariert werden. (apa)
