Donnerstag, 24. Februar 2005

Ergebnis einer aktuellen ÖAMTC-Umfrage: Die Autokosten ärgern jeden 2. Autofahrer

  • Das Wissen um laufende Autokosten ist eher gering
  • PLUS: Das Ergebnis der Kosten-Befragung im Detail

Jeder zweite österreichische Autofahrer ärgert sich über die Autokosten, am meisten über Spritpreise, Werkstatt- und Versicherungskosten. Das hat eine aktuelle ÖAMTC-Befragung (Spectra) unter 1.000 Autofahrern österreichweit ergeben. Die laufenden Kosten rund ums Auto werden von zwei Drittel der Befragten deutlich unterschätzt.

In drei Viertel aller österreichischen Haushalte gibt es einen oder mehrere Pkw. Rund 15 Prozent der Haushaltsausgaben entfallen auf Auto und Verkehr, durchschnittlich sind das laut Statistik Austria rund 5.000 Euro pro Jahr.

Ärgerquellen bei Autokosten
"Zwei Drittel der verärgerten Autofahrer beklagten die Spritpreise", berichtet ÖAMTC-Marktforscherin Eva Lackner. "Auffallend ist allerdings, dass der Ärger nicht von der Kilometerleistung abhängt, sondern alle Autofahrer gleichermaßen betrifft." Werkstattkosten ärgern jeden Dritten, Versicherungskosten jeden Fünften. Fast überhaupt kein Ärgergrund sind die Anschaffungskosten. "Hier wird zunächst einmal eine Grundvoraussetzung geschaffen. Dann kommt auch noch das positive Erlebnis der Inbesitznahme hinzu, denn ein Autokauf ist auch etwas Lustvolles", gibt Lackner eine Erklärung. "Was Spritpreise, Servicekosten oder Versicherungsprämien betrifft, fühlt man sich oft ohnmächtig."

Geringes Kostenwissen
Zwei Drittel der Autofahrer schätzen ihr Wissen um Autokosten als gut oder sehr gut ein. Am besten glauben die Befragten über die Preise von Sprit und Vignette Bescheid zu wissen, am schlechtesten über Autozubehör-Preise und Mautkosten. "Nur jeder zehnte Autolenker könnte nach eigenen Angaben die laufenden Kosten für sein Auto pro Monat oder Jahr ad hoc ganz genau nennen", erklärt die ÖAMTC-Expertin. "Jeder fünfte Autofahrer gar nicht." Generell setzen sich Vielfahrer und Auto-affine Personen deutlich stärker mit dem Thema Autokosten auseinander.

Strategien zum Sparen im Alltag
"Die Spritpreise sind im Vorjahr in die Höhe geschnellt", berichtet Brugger-Brandau. Die ÖAMTC-Expertin hat festgestellt, dass Diesel zwölf Mal teurer, aber nur sechs Mal günstiger wurde. Der Preis für Superbenzin wurde acht Mal erhöht, sieben Mal gesenkt. Derzeit kostet der Liter Diesel bis zu 0,919 Euro, der Liter Superbenzin 0,989 Euro. "Teure Tankstellen meiden und auf günstige Anbieter umsteigen", empfiehlt Brugger-Brandau. Der Zusatznutzen: Preisbewusstes Tanken wirkt sich auch nachhaltig auf den Wettbewerb und das gesamte Spritpreisniveau aus.

Beim Fahren sparen
Über die Fahrweise kann problemlos ein um 20 Prozent geringerer Spritverbrauch erreicht werden. Hier gilt das ÖAMTC-Motto "Gleiten statt hetzen." Ein gut gewartetes Auto verbraucht weniger Kraftstoff als ein vernachlässigtes. Auch einfache Kniffe, wie Ballast aus dem Kofferraum entfernen oder Klimaanlage ausschalten, wirken sich positiv auf den Spritverbrauch aus.(red)

Das Ergebnis der Kosten-Befragung im Detail

24.2.2005 10:39