Montag, 21. Februar 2005

Autofahren mit Grippe ist gefährlich: Viele Kranke sitzen trotzdem hinter dem Steuer

  • ÖAMTC Umfrage: Jeder 4. fährt trotz Grippe mit dem Auto
  • Laut Gesetz darf man nur gesund ein Fahrzeug lenken

Wer an einer Grippe leidet, sollte sich nicht hinters Steuer setzten: "Durch die Krankheit ist die Fahrtüchtigkeit erheblich eingeschränkt und die Unfallgefahr steigt überproportional", warnte ÖAMTC-Verkehrsmediziner Raimund Saam am Montag in einer Aussendung. So lasse ein Hustenanfall bei 50 km/h den Lenker rund 20 Meter im Blindflug fahren, rechnete er vor.

Die Grippe wirkt sich vor allem durch erhöhte Temperatur negativ aus, durch die die Lenker nur halb so langsam auf Gefahren reagieren.

Fahrtüchtigkeit ist beeinträchtigt
Dazu kommt, dass Schnupfen und Augentränen die Sicht beeinträchtigen. Die Wirkung von Medikamenten schränkt die Aufmerksamkeit weiter ein, warnte Saam. Wer krank fährt, kann auch rechtlich in die Bredouille kommen: Laut Gesetz darf man sich nur gesund hinters Lenkrad setzen.

Umfrage-Ergebnis
Viele Autofahrer sind sich dieser Gefahren offenbar nicht bewusst, wie eine Erhebung des ÖAMTC ergeben hat: Von 100 befragten Influenza-Kranken, die zudem über 38 Grad Fieber hatten, waren 25 mit dem Auto unterwegs.(apa/red)

21.2.2005 12:15