Mittwoch, 23. Februar 2005

Mobiles Büro für den US-Präsidenten: "Air Force One" glänzt mit Luxus-Ausstattung

  • Mit Schlafzimmersuite und Raum für Notoperationen
  • Umgebaute Boeing kann eine Woche in der Luft bleiben

Fünf Stockwerke hoch und fast so lang wie ein Wohnblock - die "Air Force One" ist weltweit unverwechselbar. Seit über 60 Jahren fliegen amerikanische Präsidenten mit der ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen blau und weiß lackierten Maschine um die Welt.

In der Maschine mit exquisiter Ausstattung finden jedoch nur 76 Passagiere und 26 Besatzungsmitglieder Platz. Bei der "Air Force One" handelt es sich um eine aufwendig umgebaute Boeing 747-200B. Derzeit gibt es zwei solcher Maschinen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit für den Präsidenten bereit stehen. Sie wurden noch unter Präsident Ronald Reagan angeschafft und ersetzten kleinere und in die Jahre gekommene Boeings vom Typ 707.

Schlafzimmersuite
George W. Bush verfügt in der "Air Force One" über eine Schlafzimmersuite mit angeschlossener Dusche. Ein paar Schritte weiter hat er ein eigenes Arbeitszimmer und kann in einem eleganten holzgetäfelten Konferenzraum seine Mitarbeiter empfangen. Außerdem kann er über Satellit seine Lieblingssportsendungen im Fernsehen verfolgen.

Mit Raum für Notoperationen
Dem Präsidenten, seinem Stab und der Besatzung steht in der Maschine eine Fläche von 360 Quadratmetern zur Verfügung - unter anderem sechs Badezimmer und Toiletten sowie ein Raum für Notoperationen. Die Kommunikation wird über 85 Telefone gewährleistet.

Eine Woche in der Luft
Dank der Möglichkeit, im Flug zu tanken, kann die "Air Force One" mehr als eine Woche in der Luft bleiben. Eine Tankfüllung reicht für einen Flug um die halbe Welt. In der Maschine können 2,7 Tonnen Gepäck und hunderte Mahlzeiten transportiert werden. Zudem ist sie vor radioaktiver Strahlung geschützt und mit einem Raketenabwehrsystem ausgestattet. (apa)

23.2.2005 14:45