Mozart-Symposium für Fremdenführer: Der Wissensstand soll aktualisiert werden
- Schalber will mit Geschichten und Klischees aufräumen
- Mozart lebte nicht in Armut und war kein Frauenheld

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Wolfgang Amadeus Mozart war arm: Das ist nur eine von vielen Legenden, die sich um den großen Komponisten ranken. Mit solchen Geschichten und Klischees will Bärbel Schalber, Sprecherin der Salzburger Fremdenführer, aufräumen. Sie hat deshalb ein Mozart-Symposium für Kollegen aus ganz Österreich organisiert.
Während der nun laufenden, viertägigen Weiterbildungsveranstaltung soll das Wissen über den Komponisten auf den neuesten Stand gebracht werden.
Neueste Erkenntnisse
Ziel sei es, bis zum Start des Mozartjahres 2006 jenen Menschen, die Gäste und Einheimische zu den Mozartstätten führen, die neuesten Erkenntnisse und Forschungsergebnisse mit auf den Weg zu geben. Gerade die Geschichte, dass Mozart arm war, halte sich bei vielen Besuchern dauerhaft, weiß Schalber. "Das wird immer noch erzählt - auch in Schulen." Dabei sei Mozart nicht arm gewesen. Als Hofkomponist in Wien habe er 800 Gulden verdient. Eine Dienstmagd kam damals auf zehn Gulden, erzählt die Fremdenführerin.
Mozarts Leben nicht wie im Film
Während sich bei Gästen aus dem deutschsprachigen Raum das Bild des verarmten Mozart besonders stark eingeprägt hat, sind bei Touristen aus den USA die Vorstellungen über den Komponisten vom Film "Amadeus" bestimmt: Mozart als Frauenheld und als Opfer von Salieri. "Die Leute nehmen das, was man im Film sieht, als bare Münze", sagte Schalber. In ihren Führungen will sie das Bild dann etwas zurechtrücken und weist darauf hin, dass der Film nicht der Biografie entspreche. (apa)
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