Montag, 21. Februar 2005

Burgenlands Wein übertrifft Erwartungen: Der 2004er soll sogar den 2003er toppen

  • Der Ertrag ging um 20.000 hl auf rund 750.000 hl zurück
  • Bemühungen um DAC Marke gestalten sich schwierig

Burgenlands Winzer blicken optimistisch in die Zukunft. In der Weinwirtschaft herrscht insgesamt eine gute Stimmung, was auch bei der Jahreshauptver- sammlung des Burgenländischen Weinbauverbandes in Eisenstadt zu spüren war. Grund zur Freude gab vor allem die Qualiät des Rotweins. Expertenmeinungen zur Folge, übertrifft der Jahrgang 2004 sogar den Jahrgang 2003.

Burgenlands Winzer blicken optimistisch in die Zukunft: In der Weinwirtschaft insgesamt herrsche eine gute Stimmung, von allen Sparten verfüge der Weinbau über die beste Ausgangssituation, erklärte Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger bei der Jahreshauptversammlung des Burgenländischen Weinbauverbandes in Eisenstadt. Künftig gelte es, verstärkt in den Marketing-Bereich zu investieren, so Weinbauverbandsobmann Alois Schuster.

Guter Jahrgang 2004
2004 sei für die heimische Weinwirtschaft witterungsbedingt sehr gut verlaufen. In Expertenkreisen sei man sogar der Meinung, "dass der Jahrgang 2004 im Rotweinbereich von der Qualität her sogar noch den Jahrgang 2003 übertrifft", so Schuster. Während in Österreich die Weinernte von 2003 auf 2004 von 2,5 Mio. Hektoliter auf 2,7 Mio. Hektoliter anstieg, gab es im Burgenland einen Rückgang.

Weniger Ertrag
Der Ertrag ging um 20.000 Hektoliter auf rund 750.000 Hektoliter zurück, bedingt durch die stärkere Konzentration auf Qualität: Im Weingarten sei sehr viel Arbeit geleistet worden, beim Rotwein sei ein sehr starkes Ausdünnen erfolgt. Frühe Trauben seien im Sommer weggeschnitten worden, was zu wunderbaren Qualitäten bei geringerem Ertrag geführt habe, so Schuster.

Ziel: Eigene DAC-Marke
Nun gelte es, die gute Stellung, die man sich in den vergangenen 20 Jahren am europäischen Weinmarkt erarbeitet habe, zu festigen. Als künftige Schwerpunkte nennt der Weinbauverbands-Obmann Marketing und Verkauf. Bei den Bemühungen um eine eigene DAC-Marke sei der Weg noch schwierig, eine Lösung über die Köpfe der Weinwirtschaft hinweg werde es aber sicher nicht geben.

Verstärktes Marketing
Er halte das Instrument des Weinmarketing für unverzichtbar, so Landwirtschaftsminister Josef Pröll (V). Durch eine Kürzung in diesem Bereich eine Spitzenposition zu verlieren, wäre grob fahrlässig. Der Weinbauverband Burgenland zählt laut Geschäftsführer Josef Finster in knapp 4.000 Mitglieder. Die durchschnittliche Betriebsgröße liege bei 0,3 bis 0,5 Hektar, der Trend gehe auch im Burgenland zu größeren Flächen.(apa/red)

21.2.2005 17:08