Donnerstag, 24. Februar 2005

Babywindeln im 'Konsument'-Test: Die besten sind gleichzeitig auch die teuersten!

  • Marktführer sind Testsieger: Pampers & Fixies sind top
  • Windeln kosten rund 1.350 Euro bis Kind trocken ist

Windelhersteller umwerben ihre Kundschaft mit immer ausgefeilteren Systemen, was Saugkraft und Passform betrifft. Was die angebotenen High-Tech-Windeln leisten und was Eltern dafür berappen müssen, hat sich das Verbrauchermagazin "Konsument" für seine März-Ausgabe angesehen...

Am Prüfstand: 12 Babywindeln der Größe Maxi, darunter 10 Höschenwindeln und 2 Windelslips. Die Tester: 288 Familien, die über die großen und kleinen "Geschäfte" ihrer Sprösslinge akribisch Buch geführt und Tragekomfort, Auslaufschutz und Handhabung der Produkte beurteilt haben. Fazit des "Konsument"-Qualitätschecks: Markenprodukte liegen an der Spitze. Aber auch preiswertes hält gut trocken.

Marktführer erzielten beste Ergebnisse
Die besten Ergebnisse im "Konsument"-Test erzielen die Marktführer: Die Produkte von "Pampers" und "Fixies" halten allesamt schön trocken, erweisen sich als wirklich hautverträglich und sind einfach zu handhaben. So viel Qualität hat allerdings auch ihren Preis: Testsieger Pampers und Fixies sind mit 30 bzw. 28 Cent auch die teuersten. Das geht über die Jahre ganz schön ins Geld: Rund 4500 Windeln verbraucht ein Kind, bis es "sauber" ist - das macht rund 1350 Euro.

Eigenmarken mit Sparpotenzial
Sparpotenzial und gleichzeitig gute Ergebnisse bieten dagegen die Eigenmarken der Handelsketten. Zwar kommen die Produkte von "dm", "Lidl" und "Plus" - "Hofer" war im Test nicht dabei - nicht an die Spitze heran, insgesamt sind die Tester aber durchaus zufrieden. Anlass für Mängel war allerdings öfter die Passform oder die zu geringe Haltbarkeit der Verschlüsse.

Windelslips saugen nicht so gut
Die relativ neuen Windelslips erleichtern Eltern das Windelwechseln - man zieht sie einfach wie ein Höschen über. Dieser Komfort ist allerdings mit rund 33 Cent pro Stück noch kostspieliger als die teuerste Babywindel. Zudem saugen sie weniger gut als herkömmliche Produkte - sie sind eher dafür gedacht, das Gefühl der Kinder zu trainieren, wann sie "müssen". "Konsument": Solche High-Tech-Erfindungen sind nicht wirklich sinnvoll, denn die Kinder entwickeln ab einem bestimmten Alter ganz von selbst das Bedürfnis, "richtig" aufs Klo zu gehen.

Unten ohne strampeln ist gesünder
Auch die atmungsaktivste Windel behindert die Hautatmung - sonst könnte sie ja nicht dicht halten. Um Hautreizungen zu vermeiden, sollten Babys deshalb so oft wie möglich "unten ohne" strampeln und krabbeln, rät das Verbrauchermagazin.

Konsument"-Tipp
Untertags genügt eine preiswerte Windel. Öfter wickeln hält den Popo der Kleinen gesund. Für die Nacht am besten zu einem teuren Produkt greifen. Das garantiert ruhigere Nächte und weniger feuchte Schlafanzüge und Bettwäsche.

Alle Informationen gibt`s auch unter www.konsument.at.


24.2.2005 11:48